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    Acrylamid: wie l?sst sich die belastung senken? (info)
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    Wenn st?rkehaltige Lebensmittel hoch erhitzt werden, bildet sich
    Acrylamid. Besonders hoch belastet sind Chips, Fritten, Kn?ckebrot und
    Knusper-M?slis. Das wurde nach schwedischen Untersuchungen im April
    diesen Jahres bekannt. Weil sich Acrylamid im Tierversuch als
    krebsausl?send erwies, wird nun in ganz Europa fieberhaft daran
    geforscht, die Belastung der Bev?lkerung mit dem gef?hrlichen Stoff
    zu reduzieren. Beh?rden richten Kontrollsysteme ein, Wissenschaftler
    untersuchen, wie sich die Acrylamid-Bildung vermeiden l?sst. Wie ist
    der neueste Stand der Forschung? Was k?nnen die Verbraucher tun, um
    die Acrylamid-Belastung zu minimieren? _Wie entsteht Acrylamid?_
    Acrylamid entsteht parallel zur Br?unung und Krustenbildung bei der
    Zubereitung st?rkehaltiger Lebensmittel. Als Ursache f?r hohe Werte
    wird eine hohe Temperatur (?ber 130 Grad Celsius) verantwortlich
    gemacht sowie die gleichzeitige Anwesenheit von St?rke, der
    Aminos?ure Asparagin (in Keimlingen und Samen) und reduzierenden
    Zuckern wie Glukose. Bei Kochen in Wasser ist nicht mit der Bildung
    von
    Acrylamid zu rechnen.
    Besonders stark sind folgende Lebensmittelgruppen mit Acrylamid
    belastet: * Hocherhitzte Produkte aus Kartoffeln wie Chips, Pommes
    Frites und Bratkartoffeln * Knabberartikel * Kekse * Hocherhitzte
    M?sliflocken/Knusperflocken * Kn?ckebrot Aktuelle Daten ?ber die
    Acrylamid-Belastung in Lebensmitteln stammen vom Europ?ischen
    Verbraucherzentrum Kiel, aus Untersuchungen, die im Auftrag des WDR
    f?r die Sendung [plusminus (Sendung am 18. Juni 2002) gemacht wurden,
    sowie aus verschiedenen Lebensmitteluntersuchungs?mtern. Die
    Messergebnisse lassen sich unter folgender Internetadresse nachlesen:
    *
    http://www.evz.de/ *
    http://www.wdr.de/tv/plusminus/archiv/020618_3.html _Wie gef?hrlich
    ist Acrylamid?_ Die Bedeutung des Acrylamids in der menschlichen
    Ern?hrung wurde lange v?llig ausser Acht gelassen. Zurzeit arbeiten
    Toxikologen weltweit an einer Risikobewertung f?r den Menschen, doch
    diese ist noch lange nicht abgeschlossen. Nach bisherigen
    Erkenntnissen
    ist das Gesundheitsrisiko von Acrylamid - gemessen an der t?glichen
    Aufnahme und der im Tierexperiment gesch?tzten Wirkung - etwa hundert
    Mal so gross wie das Gesundheitsrisiko von Aflatoxinen
    (Schimmelpilzgiften) oder Nitrosaminen und etwa tausend Mal so gross
    wie das von kanzerogenem Benzpyren, das beim Grillen entsteht.

    In einem bundesweit angelegten Programm hat das BGVV in den
    vergangenen
    Monaten Analyseverfahren und Messprogramme entwickelt.
    Ziel ist es, die Bildung von Acrylamid zu erforschen und den Umfang
    der
    Belastung festzustellen. Mit einem Minimierungskonzept soll eine
    stufenweise Verminderung der Acrylamid-Gehalte erreicht werden.
    Dabei nehmen die _berwachungsbeh?rden Kontakt mit den Herstellern
    auf, um gemeinsam zu pr?fen, ob beziehungsweise welche -nderungen an
    der Rezeptur oder am Herstellungsverfahren m?glich sind, um ein
    Absenken der Acrylamid-Gehalte zu erreichen.

    _Sprunghafter Anstieg ab 170 Grad Celsius_ Das Chemische
    Untersuchungsamt Hagen war das erste Labor in NRW, das eine geeignete
    Analysemethode f?r Acrylamid entwickelte und entsprechende
    Untersuchungen durchf?hren konnte. Die Fett-Experten stellten hierbei
    fest, dass die Acrylamid-Bildung bei einer Temperatur ?ber 170 Grad
    Celsius sprunghaft ansteigt. Sie fordern deshalb, die
    Frittiertemperatur bei Zubereitungsprozessen in Lebensmittelindustrie,
    Gewerbe und Gastronomie auf maximal 170 Grad Celsius zu senken.

    _Problem Nr. 1: Kartoffeln_

    Expertenempfehlungen f?r die Herstellung von Kartoffelprodukten:
    * Frittiertemperatur auf maximal 170 Grad Celsius beschr?nken.
    * Keine Frittier?le verwenden, die den Entsch?umer Silikon (E 900)
    enthalten.
    * Beim Frittieren dem -l einen Essl?ffel Margarine zusetzen. Die
    geringere Bildung von Acrylamid beruht in diesem Fall auf einer
    Optimierung der W?rmeuebertragung auf das Lebensmittel.
    * Regelm?ssig Thermostat beziehungsweise Thermometer in der Fritteuse
    ?berpr?fen.
    * Pommes maximal goldgelb frittieren, nicht dunkler. Entsprechendes
    gilt auch f?r Toastbrot.
    * -ltere, angekeimte Kartoffeln nicht zum Braten oder Frittieren
    verwenden.
    * Bratkartoffeln: Die Kartoffelscheiben vor dem Braten f?r circa 1
    Stunde in Wasser legen. Kartoffeln nur goldgelb braten.
    * Beim Braten in der Pfanne statt -l einfache Pflanzenmargarine
    verwenden (mindestens 80 Prozent Fett).

    Beim Frittieren von Kroketten, Gefl?gel- und Fleischerzeugnissen
    entstehen nur geringe Gehalte von Acrylamid. Dies h?ngt mit dem
    Wassergehalt im Produkt zusammen.

    Ein gutes Beispiel: Die Steakhauskette Maredo hat in ihren
    Restaurants bundesweit die Thermostate der Fritteusen auf maximal 170
    Grad Celsius eingestellt. Ausserdem frittieren die Betriebe mit einem
    speziellen -l, das kein Silicon enth?lt. So gelang eine Senkung des
    Acrylamid-Gehaltes in Pommes Frites von 1.200 ???-g/kg auf 300
    ???-g/kg.

    _Problem Nr. 2: Backwaren_

    Bei Brot und Backwaren unterscheidet man die Krume und die ?ussere
    Kruste. Da in der Krume die Temperatur beim Backen nicht h?her als 100
    Grad Celsius steigt, ist die Acrylamid-Bildung auf den Krustenbereich
    beschr?nkt. Eine zu starke Br?unung der Kruste sollte vermieden
    werden. Grossvolumige Geb?cke haben tendenziell niedrigere
    Acrylamid-Gehalte als Kleingeb?ck. Bei geringerem Krumenanteil oder
    bei Flachgeb?ck und Keksen ist in der Regel mit h?herem
    Acrylamid-Gehalt zu rechnen. In Zwieback wurden allerdings eher
    geringe
    Mengen gefunden.

    Auch die Lebensmittelindustrie arbeitet an der Reduktion der
    Acrylamid-Belastung ihrer Produkte. Die Hersteller der problematischen
    Lebensmittel betreiben intensive Forschungen, um herauszufinden, wie
    der Acrylamid-Gehalt der Waren vermindert werden kann.
    Backwarenhersteller beispielsweise wissen inzwischen: Je trockener ein
    Backgut ist, desto h?her ist das Risiko der Acrylamid-Bildung. Um die
    Werte zum Beispiel in Keksen oder Kn?ckebrot zu reduzieren,
    experimentieren die Hersteller mit ver?nderten Rezepturen. Ausserdem
    versuchen sie, durch Ver?nderung des Energieeintrages beim Backvorgang
    die Acrylamid-Bildung zu drosseln.

    _Heimischer Herd - Eine Quelle f?r Acrylamid_ Nicht nur in der
    Fritteuse, auch im Backofen besteht bei grosser Hitze die Gefahr der
    Acrylamid-Bildung. Deshalb sollte beim Backen von Pizza, Br?tchen,
    Kuchen, Backofen-Pommes, R?sti etc. eine Temperatur von 200 Grad
    Celsius nicht ?berschritten werden (180 Grad Celsius bei Umluft). Die
    Verwendung von Backpapier verhindert eine zu starke Kontaktbr?une und
    somit eine sehr hohe Acrylamid-Bildung.
    Beim Aufbacken vorgefertigter Br?tchen, Croissants etc. sollten die
    angegebenen Zeiten auf keinen Fall ?berschritten werden. Nicht nur mit
    der Temperatur, auch mit der Dauer des Backens steigt die
    Acrylamid-Bildung gravierend an. Auch bei Toastbrot l?sst sich die
    Acrylamid-Bildung auf einen Bruchteil reduzieren, wenn man es nur
    leicht antoastet.

    _Was bleibt zu tun?_ Bis eine generelle Reduzierung von Acrylamid in
    Lebensmitteln gelungen ist, werden Jahre vergehen. Solange sollten vor
    allem Kinder wegen ihres sensiblen Organismus riskante Produktgruppen
    meiden, um eine langfristige, regelm?ssige Belastung mit dem
    krebserregenden Stoff auszuschliessen. Die Alternative heisst: Besser
    frische, gekochte oder ged?nstete Lebensmittel essen.

    Kontaktadressen:
    * Chemisches Untersuchungsamt der Stadt Hagen Dr. Christian Gertz,
    Chemiedirektor Pappelstr. 1 58099 Hagen Tel. (0 23 31) 2 07-47 15 Fax
    (0 23 31) 2 07-2454 Internet: http://www.cua-hagen.de/ Das Institut
    f?r Getreideverarbeitung in Bergholz-Rehbr?cke (Brandenburg) ist f?r
    Beratung und Untersuchungen ansprechbar: * Institut f?r
    Getreideverarbeitung GmbH Dr. Monika Springer, Bereichsleiterin
    Analytik Arthur-Scheunert-Allee 40-41 14558 Bergholz-Rehbr?cke Tel.
    (03 32 00) 89-0 Fax (03 32 00) 89-220 Internet:
    http://www.igv-gmbh.de/
    Links: Der Auswertungs- und Informationsdienst f?r Ern?hrung,
    Landwirtschaft und Forsten (aid) bietet ab sofort ein Acrylamid-Forum
    im Internet unter: * http://www.acrylamid-forum.de/ Hier k?nnen
    Verbraucher kostenfrei ihre Fragen zum Thema Acrylamid stellen.
    Innerhalb von zwei Tagen erhalten sie eine Antwort von Experten des
    aid
    Infodienstes. Fachlich unterst?tzt wird das Forum vom
    Bundesministerium f?r Verbraucherschutz, Ern?hrung und Landwirtschaft
    (BMVEL), dem Bundesinstitut f?r gesundheitlichen Verbraucherschutz und
    Veterin?rmedizin (BgVV) www.bgvv.de, dem Bundesamt f?r
    Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und der
    Bundesforschungsanstalt f?r Getreide-, Kartoffel- und Fettforschung
    (BAGKF).

    Aktuelle Untersuchungen von Acrylamid im Lebensmitteln, Europ?isches
    Verbraucherzentrum Kiel: * http://www.evz.de/

    http://www.wdr.de/tv/service/kostprobe/inhalt/20021021/b_4.phtml

    :Stichworte: Acrylamid
    :Stichworte: Ern?hrung
    :Stichworte: Info
    :Stichworte: Information
    :Erfasser/Name: rviceZeit - KostProbe,
    :Datum : 12.12.2006

    Zutaten:
    1 Info
    Von Monika Kovacsics
    Ü -
    - Gepostet von: Christina
    - Philipp
    - WDR 21.10.2002
    - _berarbeitet f?r Kalorio
    - Erfasst von rviceZeit - Ko


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