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Trendfisch Seelachs :
Kulinarisches, Fitness, N?hrwerte
Marktdaten, Angebotsformen, Best?nde
Biologisches, Vorkommen, Fanggebiete
Trendfisch Seelachs Rezepte (13 Eintr?ge)
* Der Trendfisch Seelachs - Kulinarisches, Fitness, N?hrwerte
Unkompliziert, vielseitig und fettarm
In der K?che erweist sich der Seelachs als feiner Allrounder
Fit mit Seelachs Der Trendfisch f?r die leichte K?che
Dauerbrenner Seelachs in ?l Der rote ?Lachsersatz? hat seit
Jahrzehnten Kultstatus
N?hrwerte und Energie von Seelachs im ?berblick Die mittleren
Gehalte der N?hrwerte und Energie von 100 Gramm Seelachs
* Unkompliziert, vielseitig und fettarm
In der K?che erweist sich der Seelachs als feiner Allrounder
Umh?llt von Kr?uterkruste oder Mangoldbl?ttern, als Kl??chen f?r die
Fischbr?he, im Tempurateig ausgebacken, in Alufolie gegrillt oder in
der Chinapfanne gegart - Seelachs besticht durch seine kulinarische
Vielfalt. Unkompliziert in der Zubereitung, hat das feste Fleisch
des fettarmen Meeresfisches ein ausgesprochen pikantes Aroma. Ob als
Frischfisch oder tiefgefroren - Seelachs erobert sich einen festen
Platz in der kreativen K?che.
Seelachs nur schlicht als Konsumfisch zu betrachten, ist f?r Andreas
Ball, K?chenmeister und Fachlehrer an der Staatlichen Gewerbeschule
f?r Gastronomie und Ern?hrung in Hamburg, ?absolut unter Wert
verkauft?. Seine Nachwuchsk?che experimentieren mit dem Magerfisch
und bringen ?berzeugende Kreationen auf den Tisch. ?F?r mich ist
Seelachs ein feiner Fisch, auch wenn er nicht zu den Edelfischen
z?hlt. Man kann unheimlich viel mit ihm machen?, begeistert sich der
international erfahrene Koch.
Der Seefisch ist einer der unkompliziertesten Fische in der K?che.
?Es gibt nicht viel zu beachten?, sagt Ball. Wer zum Filet greift,
braucht bei der Verarbeitung keinerlei Vorkenntnisse. Das leicht
perlgraue Seelachsfleisch wird beim Garen hell. Der Seelachs besitzt
mehr an dunklen Muskelteilen als beispielsweise der Kabeljau oder
Schellfisch. Eine Tatsache, die ihm fr?her zu Unrecht den Ruf
einbrachte, minderwertig zu sein.
Beim W?rzen empfiehlt der Profi, Zitronensaft vorsichtig und in
Ma?en aufzutragen. ?Seelachs nimmt sonst zu stark den
Zitronengeschmack an.? Der neueste Trend verzichtet ganz auf die
Zitrusfrucht und setzt ausschlie?lich auf Kr?uterw?rze. Ziel einer
guten Fischk?che muss es sein, das Eigenaroma des Fisches zu
erhalten.
Seelachs l?sst sich gerne einh?llen. ?Panade hebt den Geschmack
hervor?, erkl?rt der Hamburger Experte. Dabei muss es nicht nur die
klassische Wiener Variante aus Mehl, Ei und Semmelbr?sel sein.
Lediglich mit etwas Mehl best?ubt und in der Pfanne kurz angebraten,
bleibt der Fisch sch?n saftig. Kr?uter wie Rosmarin und Salbei geben
in der Pfanne den letzten Pfiff.
F?r eine Kr?uterkruste eignen sich Dill, Schnittlauch, Petersilie,
Kerbel, Thymian, Majoran oder Zitronenmelisse. Mediterran wird es
bei einer Umh?llung aus Mehl, Ei und geriebenem Parmesank?se. Ein
mit Safran oder Sesam vermischter Tempurateig bringt asiatisches
Flair auf den Teller. Wer will, kann den Fisch zuvor in Eiwei?,
Ingwer, Knoblauch, Sesam und Chili marinieren.
Die junge K?che setzt auf gesunden Genuss, aber dennoch mit
Raffinesse. F?r Ball ist ein in Alufolie gegrillter Seelachs, der im
eigenen Sud mit Wei?wein und Kr?utern gart, ein ?Traum?. Die
Kr?uterk?che bietet vielerlei f?r ein nat?rlich gew?rztes
Fischgericht - seien es Seelachsr?llchen gef?llt mit Basilikum oder
Seelachscurry mit Koriander, Zitronengras und Kokosmilch.
Auch paart sich der ged?nstete Fisch gern mit Gem?se. Damit die
Aromastoffe nicht im D?nstfond verschwinden, sollte dieser nach
Meinung von Andreas Ball zu einer feinen Wein- oder Kr?utersauce
verarbeitet werden. Beim ?Goldenen Fischbesteck?, der Auszeichnung
f?r Nachwuchsk?che, kreierte im letzten Jahr der Preistr?ger eine
Lasagne vom Seelachs und Lachs und servierte sie mit Spinatnudeln
und einer Paprikamarinade. Seelachs im Duett mit Zander oder Lachs
als feine Terrine ?berzeugt Gourmetzungen. Das feste Fleisch eignet
sich ebenso f?r leckere Fischspie?e oder -k?chlein.
* Fit mit Seelachs
Der Trendfisch f?r die leichte K?che
Wer auf seine Ern?hrung und Fitness achtet, f?r den ist Seafood ein
unbedingtes Muss auf dem Teller. Auch hier kann Seelachs auftrumpfen.
Mit seinem fettarmen Fleisch und seinem hohen Jodgehalt ist er ein
Fisch, der Genuss beim Essen mit gesundheits- und fitnessf?rdernden
Eigenschaften ideal verbindet, erkl?rt Christina Steinbauer, MSc
?kotrophologie, vom Fisch-Informationszentrum in Hamburg.
Die Deutsche Gesellschaft f?r Ern?hrung (DGE) in Bonn empfiehlt, ein
bis zwei Mal pro Woche Fisch zu essen, davon mindestens einmal
Meeresfisch. Ern?hrungswissenschaftler und Mediziner sind sich einig,
dass Fisch aufgrund seiner einzigartigen N?hrstoffdichte die grauen
Zellen in Hochform bringt. Auch Seelachsgerichte tragen zum mentalen
Wohlbefinden bei.
Noch immer essen die Deutschen zu energiereich, ergab der aktuelle
Ern?hrungsbericht der DGE. Mit 81 Kilokalorien und nur 0,6 Gramm
Fett pro 100 Gramm bringt der Seelachs maritime Leichtigkeit auf den
Teller. Nicht nur f?r Diabetiker ist der Fisch eine gesunde Mahlzeit.
Auch wenn der Magerfisch nicht mit einem hohen Gehalt an Omega-3-
Fetts?uren punkten kann, so ist er doch wie jeder Seefisch durch die
ideale Zusammensetzung seiner Fetts?uren die beste Gehirn-Nahrung.
Unschlagbar zeigt sich Seelachs jedoch beim Jodgehalt. Den Deutschen
mangelt es bekanntlich an dem wichtigen Spurenelement. ?Seelachs ist
neben Schellfisch und Meer?sche ein besonderer Jodlieferant? sagt
Christina Steinbauer. Das lebensnotwendige Spurenelement wirkt ?ber
die Schilddr?senhormone gegen M?digkeit und Antriebsschw?che.
Wahrlich ein Argument f?r den leckeren Meeresbewohner, denn bei
einem durchschnittlichen Gehalt von 200 Mikrogramm pro 100 Gramm
deckt ein Seelachsgericht den t?glichen Jodbedarf von 180 bis 200
Mikrogramm bei weitem ab.
Auch bei Selen liegt der Seelachs mit 30 Mikrogramm pro 100 Gramm
ganz vorne. Der Mineralstoff sch?tzt vor zellsch?digenden Substanzen
und f?rdert wie Jod den Aufbau von Schilddr?senhormonen. T?glich
sollten 30 bis 70 Mikrogramm ?ber die Nahrung aufgenommen werden,
lautet die Empfehlung von Ern?hrungsmedizinern. Fische wie Seelachs
sind eine der wenigen und leicht verf?gbaren Quellen f?r den
Fitmacher des Immunsystems.
Wird am Schreibtisch geistige H?chstleistung verlangt, ist die
leichte Verdaulichkeit des Fischproteins von Vorteil. Denn es
besitzt weniger Bindegewebe als das Muskelfleisch der S?ugetiere.
Gut f?r die Seele ist das gesamte Spektrum an essentiellen
Aminos?uren, das auch im Eiwei? des Seelachses reichlich vorhanden
ist. Daneben sorgen der breite Reigen an B-Vitaminen und Niacin, die
Seelachs vorzuweisen hat, f?r starke Nerven. Fazit: Ein lecker
zubereitetes Seelachsgericht h?lt fit, belastet nicht und versetzt
in gute Stimmung.
* Dauerbrenner Seelachs in ?l
Der rote ?Lachsersatz? hat seit Jahrzehnten Kultstatus
Seelachs in ?l hat eine lange Tradition auf dem deutschen Markt. Ob
in Scheibenform, als Schnitzel oder Brotaufstrich - ?ber acht
Jahrzehnte ist der Verbraucher dem rot gef?rbten Lachsersatz treu
geblieben. Seit seiner Einf?hrung im Ersten Weltkrieg hat sich das
Produkt zu einem nachhaltigen Verkaufschlager der deutschen
Fischwirtschaft entwickelt. In den 50er und 60er Jahren hatten
Partyh?ppchen mit dem lachsroten Fischbelag wahren Kultstatus.
?Heute ist ein Br?tchen mit dem 'Lachsersatz' - mit und ohne Ei ein
Muss bei jedem Kirmesbesuch?, sagt Matthias Keller, Gesch?ftsf?hrer
des Fisch-Informationszentrums in Hamburg.
Die d?nnen Seelachsscheiben, eingebettet in ?l, sollen w?hrend des
Ersten Weltkriegs angeblich von der Ehefrau eines Cuxhavener Lachs-
Importeurs ?erfunden? worden sein. Da der Krieg die Einfuhr von
echtem Lachs unterbunden hatte, experimentierte sie mit anderen
Fischen. Tatsache ist, dass die gesalzenen, gef?rbten und
ger?ucherten Scheiben in kurzer Zeit infolge des hohen N?hrwertes
und des niedrigen Preises sehr beliebt wurden. Anf?nglich als Ersatz
gedacht, erlangte das Produkt schnell den Status eines
eigenst?ndigen Qualit?tsbegriffs.
Die neuartige Halbkonserve bot einzelnen Fischindustriebetrieben die
M?glichkeit, sich nahezu ausschlie?lich auf die Herstellung eines
Produktes zu konzentrieren und dennoch die Krisenjahre der Weimarer
Republik zu ?berstehen. Denn neben der starken Nachfrage war eine
ausreichende Rohwarenversorgung zu g?nstigen Preisen gew?hrleistet.
Bis dahin hatte Seelachs wegen der leicht dunklen F?rbung seines
Fleisches als Frischfisch wenig Absatz gefunden.
Als Rohware wurde zun?chst ausschlie?lich Seelachs eingesetzt, der
?hnlich der heutigen Produktionsweise zun?chst gesalzen und in d?nne
Scheiben geschnitten wurde. Diese wurden gef?rbt, nachgetrocknet,
ger?uchert und als Pr?serve in ?l vermarktet. Seelachsteile, die
sich nicht mehr f?r Scheiben eigneten, kamen als so genannter
Schnitzellachs auf den Markt.
Um der T?uschung des Verbrauchers vorzubeugen, wurde 1938 die
Bezeichnung Lachsersatz verpflichtend. In einem Erlass des Reichs-
und Preu?ischen Ministerium des Inneren vom 14. Juni hei?t es: ?Ich
erkl?re mich im Hinblick auf die zur Zeit bestehenden
Schwierigkeiten mit der Bezeichnung 'Seelachs' f?r Lachsersatz
(K?hler oder Blaufisch) einverstanden, sofern das Wort 'Lachsersatz'
unmittelbar unter dem Worte 'Seelachs' in einem Strichrahmen und in
mindestens halber Schriftgr??e wie das Wort 'Seelachs' auf den
Packungen sowie bei loser Ware auf den Preisschildern und
Bezettelungen aufgedruckt ist.?
Deklarationspflicht besteht heute noch, und auch die Produktion hat
sich kaum ver?ndert. Lebensmittelrechtlich gesehen geh?rt ?Seelachs
in ?l? zu den Salzfischprodukten. Die Herstellung ist
arbeitsintensiv und aufw?ndig. Inzwischen werden neben Seelachs auch
andere dorschartige Fische wie Alaska-Seelachs verwendet. Die
gr?ndlich gereinigten Filets werden hart gesalzen, das hei?t circa
sechs Wochen unter Salz gebettet, bis ihr Salzgehalt etwa 20 Prozent
betr?gt.
Danach werden die salzgaren Filets in Scheiben geschnitten und auf
Sieben f?r wenige Minuten in ein F?rbebad getaucht. So erh?lt das
Produkt seine lachsrote F?rbung, und der Salzgehalt wird auf acht
Prozent reduziert. Der letzte Verarbeitungsschritt nach dem Trocknen
ist das R?uchern ?ber Buchholzsp?nen. Dann kann der ?Lachsersatz? in
Kunststoffschalen verpackt, mit ?l aufgef?llt und versiegelt werden.
Die Halbkonserve ist bei K?hllagerung von zwei bis sieben Grad nur
beschr?nkt haltbar.
* N?hrwerte und Energie von Seelachs im ?berblick
Die mittleren Gehalte der N?hrwerte und Energie von 100 Gramm
verzehrbarer Anteil
Tabelle mit 4 Spalten und 28 Reihen
Grundzusammensetzung:
Wasser 79 (73-82) %
Eiwei? 18,3 %
Fett 0,6 (0,2-1,1) %
Cholesterol:
39 mg
Mineralstoffe:
Natrium 81 mg
Kalium 374 mg
Calcium 14 mg
Spurenelemente:
Jod 200 ?g
Selen 31 ?g
Phosphor 224 mg
Eisen 1 mg
Vitamine:
Vitamin A 5,6 ?g
Vitamin B1 88 ?g
Vitamin B2 350 ?g
Vitamin B12 3,5 ?g
Niacin 4 mg
Energie:
Kilojoule (kJ) 344
Kilokalorien (kcal) 81
tabellen ende
* Der Trendfisch Seelachs - Marktdaten, Angebotsformen, Best?nde
Platz 3 in Deutschland Die Bedeutung des Seelachses f?r die deutsche
Fischerei Seelachs z?hlt zu den wichtigsten Speisefischen
Vom Kutter auf den Tisch Kaum ein anderer Fisch ist so vielseitig
verwendbar wie der Seelachs
Nachhaltige Fischerei auf Seelachs Wie die stabilen Seelachs-
Best?nde erhalten werden
Von TACs, Planquadraten und Fangquoten Quotenregelungen sollen
nachhaltige Fischerei sicherstellen
* Platz 3 in Deutschland Die Bedeutung des Seelachses f?r die
deutsche Fischerei
Seit Jahrzehnten spielt Seelachs im deutschen Fischsortiment eine
bedeutende Rolle. Er z?hlt zu den beliebtesten Speisefischen. ?F?r
die deutsche Fischerei ist Seelachs nach Hering und Kabeljau die
bedeutendste Fischart f?r die Anlandung in deutschen H?fen. Auf dem
deutschen Markt geh?rt Seelachs zu den wichtigsten Speisefischen?,
sagt Dr. Matthias Keller, Gesch?ftsf?hrer des Fisch-
Informationszentrums in Hamburg.
Deutsche Hochseeschiffe und Kutter fangen Seelachs vorwiegend in der
Nordsee, aber auch in westbritischen Gew?ssern, bei den F?r?er-
Inseln sowie vor Norwegen n?rdlich des 62. Breitengrades. Bei der
Jagd auf den schlanken R?uber sind vor allem Schleppnetze im Einsatz
(Trawler).
Die Best?nde in der Nordsee und im Nordostatlantik befinden sich in
einem guten Zustand. ?Der gro?e Seelachsbestand in der Nordsee
produziert regelm??ig ausreichend Jungfische, die eine nachhaltige
Fischerei gew?hrleisten?, betont Dr. Matthias Keller. ?Die
Fangquoten bieten deutschen Fischern ausreichend Reserven, um eine
w?nschenswerte Nachfrage nach Seelachs zu erf?llen, ohne die Quoten
voll auszusch?pfen.?
Die deutschen Fischereifahrzeuge landeten in den ersten 10 Monaten
des vergangenen Jahres im In- und Ausland insgesamt 12.861 Tonnen
frischen und gefrosteten Seelachs an.
Seelachs z?hlt zu den sechs wichtigsten Konsumfischen
Seelachs spielte bei der Versorgung der Deutschen mit Fisch schon
immer eine bedeutende Rolle. Auch wenn sich Essgewohnheiten ?ndern,
z?hlt der Seelachs weiterhin zur ersten Liga.
In der Rangfolge der bedeutendsten See- und S??wasserfische wird
Seelachs in der Bundesrepublik nur von Alaska-Seelachs, Hering,
Lachs, Thunfisch und Boniten, und Seehecht ?berrundet. 4,7 Prozent
der in Deutschland angebotenen Speisefische entfallen auf Seelachs
und Seelachsprodukte. Die Deutschen lie?en sich In den ersten 10
Monaten des Jahres 2005 insgesamt 41.160 Tonnen (Basis Fanggewicht)
an Seelachs schmecken. Das entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von
zur Zeit etwa 500 Gramm (Fanggewicht) Seelachs.
* Vom Kutter auf den Tisch
Kaum ein anderer Fisch ist so vielseitig verwendbar wie der Seelachs
Der au?erordentlich hohe Stellenwert von Seelachs f?r die
fischverarbeitende Industrie in Deutschland liegt in seiner
vielseitigen Verwendung, der ausreichend vorhandenen Menge und der
einfachen Verarbeitung begr?ndet. Ob als frisches oder tiefgek?hltes
Filet, fertig zubereitet mit verschiedenen Panaden, mariniert oder
als Lachsersatz - der Meeresfisch wird in vielf?ltiger Form
angeboten.
Den gr??ten Anteil an Seelachs kaufen die Verarbeiter als TK-
Fischfilet, das bereits auf hoher See filetiert und tiefgefroren
wird. Der Rest wird als ganze oder meist filetierte Frischware
geordert.
Die Angebotsform als Filet ist beim Seelachs Standard. Die
Fischindustrie hat sich so manches einfallen lassen, um die
Zubereitung des Fisches zu vereinfachen. Das Angebot ist breit
gef?chert von gr?tenfreien Filets ?ber die beliebten
Panadenerzeugnisse bis zu fertigen vorwiegend auf Gro?k?chen
zugeschnittenen Komplettgerichten mit Saucen oder Toppings, die nur
noch erw?rmt werden m?ssen. Auch f?r Schlemmerfilets oder
Fischst?bchen wird Seelachs verwendet.
Beim Seelachs liegen vor allem panierte Produkte voll im Trend.
Neben Klassikern wie ?Seelachs im Bierteig? erzielen marinierte
Frischfischportionen mit Saisoncharakter Zuw?chse. Zum Beispiel
Seelachs mit B?rlauch oder Tomate-Basilikum. Diese ?grill-made?-
Produkte in Marinade oder im trockenen Gew?rzmantel, bei denen der
Fisch wie gegrillt anmutet, lassen sich auf dem Grill, im Backofen,
in der Mikrowelle und in der Pfanne zubereiten. Ebenso sind
vorgebackene Brochettes, Spie?e aus gr?tenfreiem Seelachs, im
Angebot. Im Lebensmitteleinzelhandel
Im Lebensmitteleinzelhandel profitiert frischer Seelachs von dem
Trend, dass seit einiger Zeit verst?rkt wieder in die
Frischfischtheken investiert wird. Aus dem Sortiment nicht
wegzudenken ist ?Lachsersatz?, also Seelachs in ?l. Das gef?rbte und
gesalzene Traditionsprodukt hat nach wie vor seine Liebhaber in Ost-
und Westdeutschland. In einigen skandinavischen L?ndern wird der
Meeresfisch bevorzugt gesalzen und getrocknet als Klippfisch
gehandelt - eine Verarbeitungsmethode, die hier zu Lande keine
Nachahmung fand.
* Nachhaltige Fischerei auf Seelachs
Wie die stabilen Seelachs-Best?nde erhalten werden
Die Best?nde des Seelachses sind erfreulich stabil. F?r das Jahr
2006 steht der Europ?ischen Fischerei eine zul?ssige Gesamtfangmenge
(Total Allowable Catch, TAC) von insgesamt 335.000 Tonnen zur
Verf?gung. Davon wurden 78.000 Tonnen der EU-Flotte zugesprochen,
und 16.900 Tonnen Seelachs d?rfen von deutschen Fischern gefangen
werden.
Der gro?e Seelachs-Bestand in der Nordsee und westlich von
Schottland befindet sich in einem guten Zustand. Er produziert
regelm??ig Jungfische und wird nachhaltig bewirtschaftet, urteilte
der Internationale Rat f?r Meeresforschung (ICES) in Kopenhagen im
Herbst 2005.
F?r die Nordsee und norwegische Gew?sser s?dlich des 62.
Breitengrades betr?gt der TAC 2006 etwa 123.300 Tonnen. In
westbritischen Gew?ssern d?rfen 12.800 Tonnen gefangen werden. Die
EU-Fangquote in der Nordsee liegt bei 59.000 Tonnen, davon entfallen
12.900 Tonnen auf Deutschland. In westbritischen Gew?ssern d?rfen
deutsche Fischer 800 Tonnen Seelachs fangen.
Doch Seelachs schwimmt auch au?erhalb der EU-Meere. Der
nordostarktische Seelachsbestand ist nach Ansicht des ICES in einer
guten Verfassung. Von den norwegischen Beh?rden wurde ein TAC von
175.500 Tonnen festgelegt. Der L?wenanteil des kleinen EU-
Kontingents von insgesamt 3.600 Tonnen entf?llt mit 2.800 Tonnen auf
Deutschland.
* Von TACs, Planquadraten und Fangquoten
Quotenregelungen sollen nachhaltige Fischerei sicherstellen
Die Meeresfischerei in europ?ischen und nordatlantischen Gew?ssern
wird ?ber Fischereikonventionen und damit Quotenregelungen als Ma?
f?r erlaubte F?nge geregelt. Ziel ist eine nachhaltige Fischerei,
nachdem immer wieder Vorkommen einzelner Fischarten ?berfischt und
mithin bestandsgef?hrdend reduziert worden waren.
F?r die deutsche und insgesamt europ?ische Fischerei ist der
Einzugsbereich des Internationalen Rates f?r Meeresforschung (ICES,
International Council for the Exploration of the Sea) mit Sitz in
Kopenhagen wesentlich. Dieses Gebiet umfasst den gesamten
Nordostatlantik von Gr?nland bis zu den Azoren und von Spitzbergen
?ber Nord- und Ostsee bis Gibraltar. Die Meeresgebiete sind in mehr
oder weniger gro?e statistische Planquadrate eingeteilt.
Wissenschaftler der beteiligten Nationen geben aufgrund st?ndiger
Untersuchungen dieser Gebiete und aus der Gesamtschau der
Einzelbest?nde Empfehlungen f?r die Gemeinsame Fischereipolitik der
Europ?ischen Union. Die Politiker legen dann im Lichte dieser
Ratschl?ge, aber auch beeinflusst von Fischereikapazit?ten die
Gesamtfangmenge f?r einzelne Best?nde fest, den so genannten TAC
(Total Allowable Catch).
* Der Trendfisch Seelachs - Biologisches, Vorkommen, Fanggebiet
Steckbrief Daten und Fakten
Eleganter Schwimmer mit Rallyestreifen Der Seelachs legt mehr als 40
Kilometer am Tag zur?ck
Wie aus dem K?hler der Seelachs wurde Der Handelsname Seelachs ist
eine Erfindung der Fischindustrie
Transatlantiker mit europ?ischem Schwerpunkt Die meisten Seelachse
leben im europ?ischen Nordostatlantik
* Steckbrief
Daten und Fakten
Name: Seelachs, K?hler, Pollachius virens, verwandt mit Kabeljau
Hauptmerkmale: Langgestreckter eleganter K?rper von dunkler F?rbung.
R?cken fast schwarz mit dunkelolivem Schimmer. Bauchseite wei?lich,
Flossen grau. Hell abgesetzte fast gerade Seitenlinie. Auff?llig
weit vorstehender Unterkiefer.
Gr??e: Beim Fang meist ca. 70 Zentimeter lang und 3 bis 4 Kilogramm
schwer; sehr alte Tiere bis 130 cm und 30 Kilogramm Gewicht.
Seelachs kann ?ber 25 Jahre alt werden.
Biologie: Ein Schwarmfisch. Junge wachsen 2 bis 3 Jahre in
K?stengew?ssern heran. Geschlechtsreif je nach Meeresgebiet nach 5
bis 10 Jahren. Unternimmt lange Wanderungen.
Nahrung: Junge fressen Fischbrut, Leuchtgarnelen und H?pferlinge;
die Alten sch?tzen vor allem Heringe, Sprotten und Lodden.
Verbreitung: Kalte und gem??igte Meereszonen mit Wassertemperaturen
zwischen 4 und 12 Grad, vorzugsweise in etwa 200 Metern Wassertiefe.
Nordostatlantik von der Barentssee ?ber Norwegen und der Nordsee
rund um Gro?britannien und Irland bis zur Biskaya. Von den F?r?er
und Shetland-Inseln weiter rund um Island. Nordwestatlantischer
Bestand: von S?dwest-Gr?nland zur Hudson-Stra?e und
Neufundlandgew?sser bis North Carolina.
* Eleganter Schwimmer mit Rallyestreifen
Der Seelachs legt mehr als 40 Kilometer am Tag zur?ck
Mit dem echten Lachs hat der Seelachs, einer der begehrtesten
deutschen Speisefische, nur den deutschen Namen gemein. Zoologisch
geh?rt er zusammen mit Kabeljau, Schellfisch und anderen Arten zur
Familie der Dorsche, den Gadidae. Er lebt in gro?en Schw?rmen in
kalten und gem??igten Meeresregionen des Nordens in Tiefen bis zu
300 Metern.
Das Aussehen des Seelachses verr?t den schnellen Schwimmer und
Wanderer ?ber gro?e Strecken. Dank seiner ausgesprochen
stromlinienf?rmigen, gestreckten Gestalt wirkt der K?hler sehr
schnittig und weitaus eleganter als die meisten seiner Verwandten.
Zu seinen Erkennungsmerkmalen geh?rt der auffallend weit vorstehende
Unterkiefer. Der f?r Dorsche charakteristische Kinnfaden ist bei
Jungfischen sehr klein und fehlt bei erwachsenen Tieren ganz.
Bei der K?rperf?rbung des Seelachses ?berwiegt ein dunkles Olivgr?n
oder -grau an R?cken, oberen K?rperseiten und Oberkopf bis hin zum
Maul. Auch die Maulh?hle ist dunkel. Die Flossen sind dunkel
olivgrau-schw?rzlich. Die kleinen Bauchflossen haben dagegen eine
r?tlich-wei?e Farbe. Die Bauchseite ist silbrig-wei?. Die
Seitenlinie, ein wichtiges Sinnesorgan f?r die Erfassung von
Wasserbewegungen, hebt sich als h?bscher ?Rallyestreifen? mit
sanftem Schwung hell und klar ab.
Der Seelachs bevorzugt die warmen Str?me des Nordatlantiks und die
von ihnen beeinflussten Meeresgebiete. Treten f?r ihn ung?nstige
Wassertemperaturen auf, wandert er. Nur zur Nahrungssuche dringt er
kurzfristig in kalte Gew?sser vor. Er lebt zwar auf beiden Seiten
des Nordatlantiks, aufgrund der warmen Meeresstr?mungen ist sein
Vorkommen im Nordosten aber wesentlich gr??er als im Westen. Der
Seelachs tummelt sich in Gew?ssern um Island, Spitzbergen, Norwegen
und in der Nordsee. Durch den Skagerrak dringt er auch ins n?rdliche
Kattegat vor. An Gro?britannien vorbei zieht er bis in iberische
Gew?sser.
In der Regel sind die Tiere beim Fang bis zu 70 Zentimeter lang und
drei bis vier Kilogramm schwer, sehr alte Exemplare erreichen130
Zentimeter und 32 Kilogramm Gewicht. Ihre Lebensdauer liegt bei
maximal 25 Jahren. Geschlechtsreif wird der Seelachs erst im Alter
von f?nf bis zu zehn Jahren, im Nordwestatlantik etwas fr?her mit
drei Jahren.
Nach den Nahrungswanderungen w?hrend der Sommermonate zieht der
Fr?hjahrslaicher mit Herbstbeginn zu seinen Laichpl?tzen. Der
Seelachs laicht sowohl inmitten der Hochsee als auch dicht ?ber dem
Meeresgrund. Die ostatlantische Population sucht dazu die K?sten
n?rdlich der britischen Inseln und vor Norwegen auf. Bevorzugt
werden Tiefen zwischen 100 und 200 Metern sowie Wassertemperaturen
von sechs bis etwa zehn Grad. Von Januar bis April l?sst das K?hler-
Weibchen durchschnittlich ?ber 220.000 Eier ins Meer ab. Sehr alte
Weibchen produzieren bis ?ber eine Million Eier. Im Westatlantik
beginnt die Laichzeit in der Massachusetts Bay sowie zwischen Cape
Cod und Neuschottland bereits im Oktober und endet im M?rz.
Die Jungfische wachsen zwei bis drei Jahre in K?stengew?ssern heran
und ern?hren sich von H?pferlingen, Leuchtgarnelen und Fischbrut,
bevor sie tiefergelegene Weidegr?nde aufsuchen. Erwachsene Seelachse
sind gefr??ige Raubfische, die Heringe, Sprotten und im Nordmeer
Lodden bevorzugen. Auch Jungfische werden gejagt. Die K?hler legen
nicht nur ausgedehnte Wanderungen zur?ck, sondern sie sind auch zu
stattlichen Schwimmleistungen f?hig: Tagesstrecken von 24 Seemeilen,
mehr als 44 Kilometern, sind nicht selten.
* Wie aus dem K?hler der Seelachs wurde
Der Handelsname Seelachs ist eine Erfindung der Fischindustrie
Im Grunde segelt der Seelachs seit Jahrzehnten unter ?falscher
Flagge?. Denn er ist nicht mit den Lachsfischen verwandt. Sein
eigentlicher deutscher Name war und ist K?hler. Die Fischer nennen
den Seefisch wegen seiner dunklen F?rbung auch ?Blauer?. Die
Schwarzf?rbung seines Maules brachte ihm den heute nicht mehr
gebr?uchlichen Namen ?Kohlmaul? ein.
Die Handelsbezeichnung ?Seelachs? wurde zu Beginn des 20.
Jahrhunderts vom Fischhandel eingef?hrt, als der Lachs in deutschen
wie auch anderen mitteleurop?ischen Fl?ssen immer seltener wurde und
schlie?lich ganz verschwand. Der ausreichend vorhandene K?hler war
ein willkommener Ersatz f?r die Fischindustrie, die ihn seit dem
Ersten Weltkrieg erfolgreich als ?Lachsersatz? oder ?Seelachs in ?l?
in Form der noch heute beliebten Seelachs-Schnitzel oder -Scheiben
vermarktet. Seitdem hat sich f?r den K?hler der Konsumname
?Seelachs? eingeb?rgert.
* Transatlantiker mit europ?ischem Schwerpunkt
Die meisten Seelachse leben im europ?ischen Nordostatlantik
Der Seelachs ist ein echter Transatlantiker, aber der gr??te Teil
des Vielmillionenvolkes lebt auf der europ?ischen Seite, im
Nordostatlantik. Vorzugsweise werden die Schelfgebiete besiedelt,
und dabei insbesondere die Tiefenlinie um 200 Meter in den
k?stennahen Meeren.
Der zu den Dorscharten z?hlende Fisch liebt generell Wasser zwischen
4 und 12 Grad. Sein Verbreitungsgebiet ist deshalb wesentlich von
den w?rmeren Meeresstr?mungen
: vor allem vom Golfstrom - im Norden bestimmt. Aus diesem Grund ist
das Vorkommen des Seelachses im Nordostatlantik wesentlich gr??er
als im Nordwestatlantik.
Schwerpunkte der Verbreitung im europ?ischen Teil des gro?en Meeres
sind: Die norwegische K?ste bis zur Kola-Halbinsel mit Murmansk
sowie die n?rdliche und mittlere Nordsee. Von dort im Norden
ausstrahlend folgen die noch einigerma?en flachen Meeresteile von
den F?r?er- und Shetland-Inseln bis rund um Island. Gute Best?nde
stehen au?erdem rund um Schottland und Irland bis an Frankreichs
S?dwestk?ste.
Aus der Nordsee st??t der Seelachs manchmal in gr??eren Zahlen bis
in den Skagerrak und in die westliche Ostsee vor. Hauptlebensraum
ist der ?bergang von der Nordsee in den Atlantik an der 200-Meter-
Tiefenlinie. Deutsche Fischer fangen den beliebten Speisefisch zum
gr??ten Teil in der n?rdlichen Nordsee, aber auch westlich von
Schottland und bei den F?r?er. Das subarktische Meer n?rdlich des 62.
Breitengrades von Norwegen wird ebenfalls von der deutschen Flotte
nach Seelachs befischt.
Nicht so gro? sind die Seelachsvorkommen im Nordwestatlantik, weil
hier in gr??erem Ma?stab k?ltere Meeresstr?mungen vorherrschen.
Kerngebiete sind der S?dostteil des St. Lorenz-Golfes und die
Gew?sser vor dem Nordosten Neuschottlands und die USK?stengew?sser
bis nach New Jersey und North Carolina. Zudem ist der Seelachs auch
im S?dwesten Gr?nlands heimisch.
In allen dazwischen liegenden Seegebieten wurde der leckere
Speisefisch ebenfalls gefangen. Wie in der Nordsee nach S?den und
gelegentlich in die Ostsee, so dringt der Seelachs bei ihm
angenehmen Temperaturen sporadisch auch weiter nach Norden in
subarktische Gew?sser vor. Insgesamt schlie?t sich so der Kreis
einer transatlantisch lebenden Art, die zugleich hoch beweglich und
weit wandernd gute Best?nde bewahrt.
* Rezepte mit unserem Trendfisch Seelachs. (13 Eintr?ge)
:Datum : 11.12.2006
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Shoppingtipp:
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