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Blutwurz, potentilla erecta in meine Rezepte speichern Zutaten in meine Einkaufsliste speichern
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Die unscheinbare und weitverbreitete Blutwurz ist wegen ihres hohen
Gerbstoffgehaltes ein ausgezeichnetes Mittel bei Hals- und
Schleimhautentzuendungen. Ihr deutscher Name hat einen klaren
Ursprung: Die weisen Bruchstellen der Wurzelknolle faerben sich beim
Trocknen aetormentillrotae, was auf die blutstillenden Eigenschaften
verweist.
Botanik Die Blutwurz ist eine kleine Staude aus der
Rosengewaechsfamilie. Die aus einer Blattrosette wachsenden, bis zu
30 cm hohen Stengel sind erst niederliegend, dann aufsteigend. Sie
tragen gelbe Blueten mit jeweils vier Kelch- und Kronblaettern. Der
braune, knollige Wurzelstock laeuft beim Brechen rot an. Die Pflanze
schmeckt bitter und zusammenziehend.
Vorkommen In Mittel- und Nordeuropa waechst die Blutwurx verbreitet
auf mageren Wiesen, in Heide-, aber auch Moorgebieten sowie in
lichten Waeldern.
Pflanzenteile Zumeist verwendet man den von seinen Wurzeln befreiten
Wurzelstock, aber auch das Kraut wird fuer arzneiliche Zwecke
verarbeitet.
Inhaltsstoffe Die Blutwurz ist eine sehr gerbstoffreiche Pflanze.
Mit ueber 20% Katechingerbstoffen enthaelt sie sogar mehr als
Eichenrinde. Flavonoide, Phenolkarbonsaeuren und Pflanzensaeuren,
teilweise mit Saponineigenschaften, bilden weitere Inhaltsstoffe.
Heilanzeigen Die Anwendungsmoeglichkeiten der Blutwurz werden durch
den hohen Gerbstoffgehalt bestimmt. Die stark zusammenziehende
Wirkung macht die Pflanze zum wirksamen Naturheilmittel bei akuten
Durchfallerkrankungen unterschiedlicher Ursache. aeuserlich wird sie
haeufig als Gurgel- und Spuelmittel bei Schleimhautentzuendungen im
Mund- und Rachenraum, Zahnfleischentzuendungen od
er
Prothesendruckstellen eingesetzt. In der Volksmedizin sind
Tormentillzubereitungen, beispielsweise Tormentillseife, als
blutstillende Mittel bei Haemorrhoiden, Erfrierungen, Wunden oder
Verbrennungen gebraeuchlich.
Extra-Tip Die Blutwurzgerbstoffe gelten zwar als magenschonend,
allerdings kann es bei besonders empfindlichem Magen nach der
Einnahme zu Magenbeschwerden oder gar Erbrechen kommen.
Anwendungsarten
Teeaufgus uebergiesen Sie 1 TL grob geschnittene Wurzel mit 150 ml
kaltem Wasser, und lassen Sie den Ansatz einige Stunden stehen.
Anschliesend kurz bis zum Sieden erhitzen und nach wenigen Minuten
durch ein Teesieb giesen. Trinken Sie bei Durchfallerkrankungen
zwischen den Mahlzeiten 3-4 mal taeglich 1 Tasse Tee. Dieser
Kaltansatz ist besser vertraeglich, zudem vermindert langes Kochen
die Gerbstoffwirkung.
Tinktur, Extrakt Die Blutwurztinktur oder der Fluessigextrakt
(Apotheke) sind angenehmer einzunehmen als der Tee. Geben Sie 2-3
mal taeglich 10-20 Tropfen Tinktur oder 30 Tropfen Extrakt in 1 Glas
Wasser. Bei Schleimhautentzuendung im Mund- und Rachenraum die
betroffenen Stellen mehrmals taeglich mit unverduennter Loesung
einpinseln oder 1/2 TL Tinktur in 1 Tasse lauwarmem Wasser zum
Spuelen verwenden.
Umschlaege, Teilbaeder Bei Wunden und Haemorrhoiden eignet sich
unverduennter Teeaufgus ebenso wie die Tinktur (2 TL pro 1/2 l
Wasser) zur aeuserlichen Anwendung fuer Kompressen und Teilbaeder.
:Stichworte : Heilpflanze
:Stichworte : Info
:Quelle : www
:Quelle : Erfasst *RK* 01.04.04 von
:Quelle : Michael Staib
:Fingerprint : 25430989,-2010091975,Kalorio
:Datum : 11.12.2006
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