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    Aus: Henriette Davidis, Praktisches Kochbuch : Nachdruck der Erstausgabe von
    1844
    : Vorab wird beim Einmachen von Pflaumen und Zwetschen auf ein sorgf?ltiges
    Abreiben aufmerksam gemac
    ht, weil solches mit dem Erhalten in genauer Verbindung steht. Zu dem Zweck
    lege man ein reines Tuch
    auf den Tisch, fasse die Fr?chte der L?nge nach an und reibe sie strichweise
    rings umher ab, wodurch
    diese Arbeit, welche sehr oft in die L?nge gezogen wird, gut und rasch
    vonstatten geht. Um die Fr?cht
    e gut zu erhalten, darf man dieselben in keinem Topfe kochen, in welchem
    etwas Fettiges gewesen ist.
    Auch sorge man f?r guten Essig. : Fremdartige D?nste: W?hrend des Einkochens
    der Fr?chte oder des Fru
    chtssaftes darf auf dem Herde nichts Fettiges noch sonst etwas gekocht
    werden, was Dunst und Geruch h
    ervorbringt, wie es besonders beim Abkochen aller Gem?se der Fall ist. Das
    Feuer muss vorher geh?rig
    besorgt, und ist es ein Kohlenfeuer, so darf nicht von oben darin gest?ckert
    werden, weil der dadurch
    entstehende Qualm nachteilig einwirkt. : Sorgfalt Beim Zubinden: Nach dem
    Einkochen der Fr?chte ist
    es zum Erhalten eine Hauptbedingung, sofort ein reines Tuch dar?ber zu
    decken, damit nicht Fliegen od
    er M?cken hineinfallen und G?rung bewirken. Nach dem Erkalten aber darf das
    Zubinden der T?pfe und Gl
    ?ser nicht hinausgeschoben werden, indem durch Offenstehen derselben, und
    w?ren es nur 1-2 Tage, der
    Grund zum Verderben gelegt ist. Alle eingemachten Fr?chte m?ssen v?llig mit
    Saft oder Br?he bedeckt s
    ein. Diejenigen Fr?chte, die mit Zucker in kurzer, s?miger Br?he eingemacht
    sind, werden mit einem da
    rauf passenden St?ckchen Papier, das mit Weinbrand oder Arrak stark
    angefeuchtet ist, belegt und die
    Gl?ser zugebunden.
    : Fruchts?fte: Fruchts?fte bewahre man entweder in kleinen halben Flaschen
    oder Medizingl?sern. in kl
    einen Haushaltungen sind letztere zweckm??ig, indem eine angebrochene
    Flasche sich nie lange erh?lt.
    Die Flaschen m?ssen vor dem Einf?llen ganz sauber gesp?lt und inwendig
    v?llig getrocknet sein. Hat ma
    n die Flaschen oder Gl?ser bis auf einen stark zweifingerbreiten Raum
    angef?llt, so dient es zum Erha
    lten der Fruchts?fte, einen Teel?ffel voll Arrak oder Franzbranntwein darauf
    zu gie?en. Alsdann versc
    hlie?e man sie mit guten, neuen Korken, welches vorsichtig geschehe, damit
    solche nicht mit Saft ange
    feuchtet werden, verlacke sie oder binde ein St?ckchen doppeltes Papier
    dar?ber, ohne sie zu sch?ttel
    n, und bewahre sie aufrecht stehend an einem trocknen, k?hlen, etwas dunkeln
    Orte. : Leichtes Beschwe
    ren Der Essigfr?chte: Fr?chte, welche mit Essig eingemacht sind, wie Gurken,
    Zwetschen, Kirschen etc.
    , bedecke man mit einer passenden Schieferscheibe und lege einen kleinen
    saubern Stein darauf, der ab
    er nur so schwer sein darf, dass er das Eingemachte unter Fl?ssigkeit h?lt,
    nicht starken Druck hervo
    rbringt. : Zubinden Der T?pfe Und Bemerken Des Inhalts: Die letztgenannten
    Fr?chte k?nnen ohne Nachte
    il mit neuem, doppelt gelegtem Papier zugebunden werden. Es geh?rt mit zur
    Akkuratesse einer jungen H
    ausfrau und macht sich h?bsch und freundlich, wenn beim Zubinden der T?pfe
    oder Gl?ser ein gleichm??i
    ges Streifchen wei?es Papier in der Mitte ?bergelegt, festgeklebt und darauf
    der Inhalt, Monat und di
    e Jahre?ahl bemerkt wird. : Luftiger Und K?hler Standort: Sind nun die
    eingemachten Fr?chte, wie beme
    rkt worden, behandelt, so sorge man daf?r, dass sie an einen m?glichst
    k?hlen, recht luftigen, trockn
    en Ort gestellt werden. Der Keller eignet sich der Feuchtigkeit wegen ganz
    und gar nicht dazu, am wen
    igsten im Winter. Vorz?glich aber ist der Platz auf einem Schranke, welcher
    in einem kalten, luftigen
    , frostfreien Raume steht. In hei?er Jahreszeit ist man jedoch auf den
    Keller angewiesen. : Bemerkung
    en Beim ?ffnen Der T?pfe: Wird nun endlich noch beachtet, dass beim ?ffnen
    der T?pfe oder Gl?ser kein
    Hauch dar?ber hingeht, dass das Eingemachte mit einem reinen silbernen oder
    einem einzigen zu diesem
    Zwecke dienenden kleinen h?lzernen L?ffel herausgenommen, glatt gestrichen
    und die Gef?sse sogleich
    wieder zugebunden, auch keine ?briggebliebenen Reste hinzugegeben werden,
    und zuweilen das Anfeuchten
    des Papiers mit starkem Branntwein wiederholt wird, so kann man sicher sein,
    dass die Fr?chte sich s
    ehr gut erhalten. : Von Zeit Zu Zeit Nachzusehen: Dennoch darf man nicht
    vers?umen, von Zeit zu Zeit
    nachzusehen, und sollte man finden, dass durch irgendein Versehen Fr?chte,
    welche mit Zucker eingemac
    ht sind, sich ver?ndert h?tten, so koche und sch?ume man etwas Essig und
    Zucker und lasse sie darin e
    ben durchkochen. Fehlt es jedoch nicht an Saft, so ist das Hei?machen mit
    einem Zusatz von franz?sisc
    hem Branntwein und Zucker hinreichend, was am einfachsten dadurch geschieht,
    dass man die Gl?ser mit
    den Fr?chten offen in einem Topf mit Wasser auf den Herd stellt und sie
    kochend hei? werden l?sst. :
    Behandlung Der Gurken: Wenn die Essiggurken mit Kahm (Schimmel) bedeckt
    w?ren, welches gew?hnlich Fol
    ge eines schlechten Essigs ist, so muss der Topf ausgewaschen und
    ausgetrocknet werden, dann sp?le ma
    n die Gurken mit kaltem Wasser ab, koche und sch?ume den Gurkenessig, gie?e
    dann frischen Essig hinzu
    , lege die Gurken einige Minuten hinein und dann zum Abk?hlen auf eine
    flache Sch?ssel, bringe sie na
    ch dem Erkalten wieder in den Topf und bedecke sie mit dem Essig. W?re
    derselbe aber, ohne dass die G
    urken verdorben schmecken, v?llig schal geworden, so nehme man frischen
    Essig, bringe ihn mit den abg
    ewaschenen Gurken und dem gleichfalls auf einem Sieb abgesp?lten Gew?rz aufs
    Feuer, nehme sie, wenn d
    er Essig mehr hei? als warm geworden, heraus, lasse denselben kochen und
    gie?e ihn, kalt geworden, da
    r?ber.




    :Stichworte : Eingemachtes, Grundrezept, Info :Notizen (**) : :
    : Gepostet von: U
    lli Fetzer
    Stichworte: Zubereitungsart, Sonstige Stichworte, Grundrezept, Informationen
    , Einmachen, Info, :Noti
    en, :, (**), Eingemachtes, Gepostet, von:, Ulli, Fetzer
    :Datum : 11.12.2006

    Zutaten:
    Ü -ERFASST AM 25.05.1999 VON-
    - Ulli Fetzer


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