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    Trotz grosser Unterschiede haben alle Minzesorten einen stark aromatischen
    bis brennend-w?rzigen Gesc
    hmack. Mentholhaltige Arten hinterlassen dar?ber hinaus ein erfrischendes
    K?ltegef?hl im Mund. Eine w
    eitere Gemeinsamkeit ist, dass sie erst in Kombination mit Zucker ihr volles
    Aroma entfalten, was nic
    ht besagt, dass nur S?ssspeisen mit Minzen gew?rzt werden k?nnen. Doch
    ges?sst k?nnen die zarten Nuan
    cen der einzelnen Arten erst richtig zur Geltung kommen, wie zum Beispiel
    die der Apfel- oder Orangen
    minze. Ebenso ist es mit der beissend-scharfen Mentholfrische von Spearmint
    und Pfefferminze, die sic
    h vor allem in kalten Erfrischungsge- tr?nken voll entfalten kann.

    F?r feine S?ssspeisen wie Gelees und Cremes und nat?rlich f?r Sorbets und
    Granites sind die Sorten mi
    t dem zarteren Aroma besser geeignet, ?brigens auch f?r Marmeladen.

    F?r die s?ss-saure englische Mintsauce darf es schon die kr?ftige
    Pfefferminze sein, ebenso f?r Mintc
    hutney, das aus Indien (Pudina chutni) kommt und nat?rlich frisch zubereitet
    werden muss. Neben dem a
    llgegenw?rtigen Pfefferminztee ist in den arabischen L?ndern die Minze ein
    h?chst beliebtes Fleischge
    w?rz (vor allem f?r Lamm und Ziege), das meist mit reichlich Knoblauch
    kombiniert wird.

    In den Landesk?chen S?dostasiens wird Minze f?r besonders chilischarfe
    Fleischgerichte verwendet, und
    in Vietnam ist sie ein fester Bestandteil der Salate, die dort zu jedem
    Fleisch- und Fischgericht se
    viert werden. Dabeiwird Minze immer in Verbindung mit Cilantro
    (Koriandergr?n) verwendet.

    Minze (Mentha, Lamiace?, Labiat? = Lippenbluetler), engl. mint; franz.
    menthe. Minzen begeistern seit
    Jahrtausenden die Menschen. In ihren Bl?ttern befindet sich ein ?therisches
    ?l, dessen Hauptbestandt
    eil meist das Menthol ist. Rund 20 Minzearten sind haupts?chlich in den
    gem?ssigten Zonen Europas, Vo
    rderasiens, Nordafrikas und Nordamerikas verbreitet. Durch Kreuzung und
    Bastardisierung ist eine verw
    irrende Vielfalt an Minzevariet?ten entstanden. F?r die k?chenpraktische
    Verwendung sind heute vor al
    lem die Pfefferminze und Gr?ne Minze von Bedeutung. Um die schwierigen
    Verwandschaftsverh?ltnisse zu
    erkl?ren, sollen zun?chst die Vorfahren der wichtigsten Arten vorgestellt
    werden.

    Die Wasserminze, Bachminze (Mentha aquatica), engl. water mint; franz.
    menthe aquatique, menthe rouge
    , ist heute noch als Wildform in Europa zu finden. Sie l?sst sich durch
    Samen vermehren, w?chst an fe
    uchten Standorten und vertr?gt Schatten. Ihre gr?nroten Bl?tter verstr?men
    ein zartes Aroma. Wegen ih
    res strengen Geschmacks hat sie kaum noch k?chenpraktische Bedeutung.

    Die Rossminze, Pferdeminze (Mentha longifolia), engl. horsemint; franz.
    menthe chevaline, w?chst eben
    falls noch wild in Europa. Die Pflanze hat l?nglich schmale, graue Bl?tter
    und purpurfarbene Blueten?
    hren. K?chenpraktisch ist sie ohne Bedeutung.
    Die Ackerminze (Mentha arvensis), engl. corn mint, field mint; franz. baume
    de champs, ist auch wildw
    achsend zu finden. Charakteristisch ist die Form ihrer Bluetenst?nde, die
    sie - zusammen mit der Wass
    erminze und der Poleiminze - von allen anderen Minzearten unterscheidet:
    Ihre Blueten stehen in den A
    chseln der Bl?tter quirlig angeordnet, im Gegensatz zu den sonst ?blichen
    endst?ndigen, ?hrenf?rmigen
    Bluetenst?nden. Ihre eif?rmigelliptischen, vorne etwas zugespitzten Bl?tter
    sind dunkelrot ?berlaufe
    n und leicht gekerbt oder ges?gt.

    Von der Wildform Rundbl?ttrige Minze (Mentha suaveolens) stammen
    verschiedene Arten ab, von denen die
    Apfelminze (Mentha x rotundifolia) k?chenpraktisch von Interesse ist. Sie
    weist grosse behaarte gr?n
    e Bl?tter auf. Die Apfelminze wird in der Literatur auch als reine Art
    Mentha suaveolens gef?hrt. Man
    verwendet sie f?r erfrischende Getr?nke. Unter dem englischen namen
    Spearmint (Mentha spicata) ist e
    ine leicht behaarte Minzeart mit l?nglichen Bl?ttern und dem typischen
    Kaugummiduft bekannt. Typisch
    f?r sie ist die Verarbeitung zu Minzsauce; sie wird auch zu Lammgerichten
    gereicht.
    Sie wird oft verwechselt mit Gr?ner Minze, franz. menthe verte, die einer
    Kreuzung von Mentha suaveol
    ens und Mentha longifolia entstammt. Charakteristisch ist die fehlende
    Behaarung ihrer frischen gr?ne
    n Bl?tter lediglich die Nerven der Blattunterseiten tragen einzelne Haare.

    Krause Minzen gibt es verschiedene. Von der Gr?nen Minze stammen die meisten
    Kultivare (Mentha spicat
    a var. crispa) ab. Mit ihren gekrausten, leuchtendgr?nen Bl?ttern sind sie
    sehr dekorativ.

    Die bekannteste aller Minzearten ist die Pfefferminze (Mentha x piperita var
    . piperita), engl. peppe
    mint; franz. menthe anglaise, menthe poivree. Sie ist als Bastard aus der
    Wasserminze und der Gr?nen
    Minze hervorgegangen. Die Pfefferminze ist die wichtigste Kulturform aller
    Minzen Als sterile Pflanze
    vermehrt sie sich vegetativ durch Ausl?ufer. An den Sprossen sitzen die
    gestielten, eif?rmigen, beha
    arten Bl?tter, aus denen durch Wasserdampfdestillation das f?r die Industrie
    wichtige Pfefferminz?l g
    ewonnen wird. Es riecht durchdringend aromatisch, schmeckt zuerst brennend,
    dann k?hlend und wird f?r
    Essenzen, Lik?re und S?sswaren weiterverarbeitet. Im Erwerbsanbau spielt die
    Sorte Mitcham eine wich
    tige Rolle. Von der Pfefferminze stammt die Orangenminze, Bergamotminze
    (Mentha xpiperita var. citrat
    a) ab, die sich durch den fehlenden Mentholgehalt au?eichnet. Sie hat
    rotgr?ne Bl?tter und ein frucht
    iges Aroma das an Bergamott-Orange und Earl-Grey-Tee erinnert.

    Variationen der Orangenminze sind die Limonenminze (Mentha x piperita var.
    citrata), die nach Limonen
    schale duftet und rotgr?ne Bl?tter hat sowie die K?lnisch-Wasser-Minze, Eau
    -de-Cologne-Minze, engl.
    au de cologne mint Diese verstr?mt einem dem gleichnamigen Parfum ?hnlichen
    Duft und ist etwas gr?sse
    r als die Orangenminze. Sie hat glatte, aromatische, purpurger?nderte,
    dunkelgr?ne Bl?tter an r?tlich
    en Stengeln.

    Die Poleiminze (Mentha pulegium) enth?lt als einzige Minzeart das giftige
    Pulegon, deshalb ist Achtun
    g vor ihr geboten. Sie hat leuchtend gr?ne Bl?tter und purpurfarbene Blueten


    Neben den Mentha-Arten gibt es innerhalb der botanischen Familie der
    Lippenbluetler noch Pflanzen and
    erer Gattungen, die aufgrund einer Mentholkomponente geschmacklich mit den
    Minzen vergleichbar sind:
    Die Bergminzen (Calamintha) und die Katzenminzen (Nepeta).

    Die Bergminze (Calamintha sylvatica, syn. Calamintha officinalis, Lamiace?
    Labiat? = Lippenbluetler),
    engl. calamint; wird auch Bergmelisse, Bergthymian oder Waldquendel genannt.
    Die ausdauernde Pflanze
    w?chst in Mittel- und S?deuropa bis zur S?dwest-Ukraine in lichten W?ldern.
    Ihr kurzer, kriechender
    Wurzelstock bringt aufrechte, verzweigte, vierkantige Stengel mit gestielten
    , leicht gekerbten Bl?tt
    rn hervor. Ihre Blueten sind violett bis purpurfarben. Sie wurde im
    mittelalterlichen England als Sal
    atpflanze kultiviert.

    Die Gartenbergminze (Calamintha grandiflora), auch Grossbl?ttriger
    Steinquendel genannt, hat eine fla
    chwachsende, aromatische Staude mit gestielten, breit ovalen, behaarten,
    leicht nach unten gebogenen
    Bl?ttern. Sie blueht mit rosa Lippenblueten und hat ein angenehm
    aromatisches Minzearoma, welches in
    Tee besonders gut zur Geltung kommt.
    Die R?mische Minze (Calamintha sp.) ist eine in Italien wildwachsende, sich
    an Mauern anlehnende Pfla
    nze mit rosa Blueten. Sie darf in einigen Gerichten der Landesk?che nicht
    fehlen.

    Die amerikanische Bergminze (Pycnanthemum pilosum, Lamiace?, Labiat? =
    Lippenbluetler) stammt aus Nor
    damerika, wo ihre Bl?tter und Bluetenknospen zum W?rzen von Speisen
    verwendet wurden. Sie hat lange,
    schmale, behaarte Bl?tter und weisse Blueten. Ihr Minzearoma ist besonders
    streng.

    Die Katzenminze (Nepeta cataria) ?bt auf Katzen magische Wirkung aus. In
    Frankreich wird sie zum W?rz
    en von Salatsaucen verwendet.
    Stichworte:
    :Datum : 11.12.2006

    Zutaten:
    - Kr?uter und Knoblauch
    - Teubner K?chenlexikon
    - Gr?fe u. Unzer Verlag
    - Erfasst: Viviane Kronshage


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