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Tomaten - Volle Pracht
Es gibt sie in Rot, in Gelb, in Gr?n und sogar in Schwarz.
Paradies?pfel haben die gesunde Kraft des Sonnenlichts gespeichert
Warum Tomaten auch Paradies?pfel hei?en, erfahren wir beim ersten
Biss in eine voll ausgereifte Frucht. Mit ihrer angenehmen S??e und
ihren frischen Fruchts?uren schmeckt sie f?r viele so, als sei sie
gerade im Garten Eden gepfl?ckt worden. Die Tomate geh?rt bei uns zu
den beliebtesten Gem?sesorten. Gut so, denn sie versorgt uns mit
wertvollen Vitalstoffen. Allen voran das rote Lycopin, das Herz und
Kreislauf im Allgemeinen und Prostatazellen im Besonderen vor
Altersbeschwerden sch?tzt. Gesundheit aus dem Ketchup Die 20 Kilo,
die der Durchschnittsdeutsche pro Jahr genie?t (einschlie?lich jenen,
aus denen Mark, Konserven und T?tensuppen hergestellt werden), sind
also ein wahrer Jungbrunnen. Aus verarbeiteten Tomaten kann der
K?rper das gesunde Lycopin sogar noch besser verwerten als aus rohen.
Auch im Ketchup finden sich nennens-werte Mengen dieses Abwehrstoffs.
Anders verh?lt es sich mit dem f?r Herz und Kreislauf wichtigen
Immunvitamin C und der Fols?ure. Beide reagieren hochempfindlich auf
Hitze und- finden sich daher fast nur in frischen Fr?chten. Wer in
den vollen Genuss aller N?hrstoffe kommen will, sollte Tomaten also
einmal roh im Salat oder auf dem Brot und einmal gegart in der Suppe,
auf der Pizza oder auch als Tomatenmark in der So?e essen. Christoph
Kolumbus brachte die Tomate vor gut 500 Jahren von Mittelamerika
nach Europa. Hier bauten G?rtner den Exoten als Zierpflanze an und
sprachen den roten Fr?chten wundersame Wirkungen bis hin zum
Liebeswahnsinn zu. Als Alltagsgem?se setzte die Tomate sich im
Ersten Weltkrieg durch; heute erhalten wir sie dank der vielen
Importe und des Unter-Glas-Anbaus das gesamte Jahr ?ber im Handel.
Wer das Aroma vollreifer, frisch vom Strauch gepfl?ckter Tomaten
kennt, wird sich mit Supermarktware aus dem Treibhaus nicht
zufrieden geben. Dazu Professor Volker Henning vom Institut f?r
Gartenbau an der Fachhochschule Weihenstephan: ?Wird eine Tomate in
Spanien geerntet und bis nach Deutschland transportiert, muss sie
haltbarer und fester sein als eine, die man im eigenen Garten anbaut.
? Die Z?chtung und das N?hrstoffangebot des Bodens beeinflussen ihr
Aroma. Daneben spielt das Wetter eine wichtige Rolle. Der Gartenbau-
Experte: ?Eine Tomate, die viel Sonne erh?lt, hat einen besseren
Geschmack.? Nachreifen beim Transport Weil sie auf dem Transport
sonst Schaden n?hmen, brauchen Tomaten eine relativ dicke Schale.
Au?erdem werden sie vor der Reife gepfl?ckt, damit sie nicht weich
beim Kunden ankommen. Unterwegs reifen sie nach. Dadurch k?nnen sie
zwar den Vitamin-C-Gehalt ihrer vollreif geernteten Verwandten,
nicht aber deren Aroma erreichen. Professor Henning: ?Hat sich eine
Tomate etwa zu einem Viertel von Gr?n zu Rosa verf?rbt, bildet sie
kaum noch Vitamin C - weder gepfl?ckt noch am Stamm.? Auch wenn die
Frucht weiter in der Sonne reifen kann, stoppt sie ihre Vitamin-C-
Produktion, lange bevor sie in voller roter Pracht in der Sonne
leuchtet. Daher stehen nachgereifte Import-Tomaten im Vitamingehalt
dem Eigen-anbau in nichts nach. Kenner sind sich einig: Am besten
schmecken Freiland-Erzeugnisse, und die sind jetzt ?berall zu
bekommen. Achtung: Weiche Stellen lassen auf ?berreife schlie?en.
Zwei bis drei Wochen bleiben Tomaten bei Temperaturen knapp ?ber
zehn Grad frisch. Aber nicht im K?hlschrank! Die K?lte raubt ihnen
Aroma und Geschmack. Besser eignet sich ein dunkler, trockener Ort
wie Keller oder Speisekammer. Zeigt die Haut gr?ne Stellen, wickeln
Sie die Fr?chte zum Nachreifen in eine Zeitung. So staut sich das
von den Tomaten gebildete Reifegas Ethylen, und schnell entwickeln
sie sich zum knallroten Sommergenuss. Aus noch einem Grund sollten
Sie die Tomaten reifen lassen: Unreife Fr?chte enthalten das leicht
giftige Solanin, das Kopfschmerzen ausl?sen sowie Magen und Darm in
Unruhe bringen kann. Vielfalt von Ei bis Kirsche Wer Tomaten gerne
roh mag, wird aromareiche Eiertomaten lieben. Suchen Sie eine
leckere, kalorienarme Alternative zu Chips und Kr?ckern, werden Sie
bei den kleinen Kirsch- oder Cocktailtomaten f?ndig. Sie enthalten
besonders viel S??e und Aroma und sind ideal als Minisnacks f?r
kurze Arbeitspausen, lange Autoreisen und gem?tliche Fernsehabende.
Falls Sie f?r ein kaltes B?fett oder zum n?chsten Fest noch eine
Fingerfood-Idee brauchen: F?llen Sie die kleinen Tomaten mit
Kr?utercreme. Als Beilage f?r die Grillparty eignen sich gro?e
Fleischtomaten. Sie halten sehr gut ihre Form und lassen sich mit
einem Salat, mit Schinkenstreifen, Fetak?se oder gekochtem Spinat
f?llen. Auch auf eine gro?e Pizza oder in den Wok passt eine
Fleischtomate in Scheiben oder W?rfeln sehr gut: Sie f?llt nicht so
schnell zusammen wie ihre kleineren Schwestern. Gr?ne, gelbe und
dunkle Tomaten sind weder unreif noch verdorben einzelne Sorten
nehmen beim Reifen eine sehr dunkle, andere eine gr?ne oder auch
gelbe Farbe an. W?hrend die gelben Fr?chte relativ s?? schmecken,
k?nnen die gr?nen je nach Sorte fad bis sehr intensiv ausfallen und
die schwarzen sogar ein starkes Fruchtaroma entfalten. Also
unbedingt probieren!
Tipp:
Haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Tomatensorten, kaufen Sie
von jeder ein oder zwei Exemplare. Aus all diesen Farbvarianten
schneiden Sie einen bunten Tomatensalat zusammen. Der wird nicht nur
zu einem Hingucker, sondern auch geschmacklich zum Hit.
:Datum : 11.12.2006
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Shoppingtipp:
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