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Ausstellung geschmackssachen - essen fr?her und heute (i) in meine Rezepte speichern Zutaten in meine Einkaufsliste speichern
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Sattmacher, Seelennahrung und Statussymbol. Essen hat viele Funktionen
und faszinierende Facetten. Kaum eine andere Epoche hat die
Lebensmittelerzeugung und Esskultur so stark beeinflusst wie das
Industriezeitalter, besonders die vergangenen 50 Jahre. In einer
Sonderschau deckt das Rheinische Industriemuseum Entwicklungen und
Folgen des sich wandelnden Essverhaltens auf. Neben der
Zentralausstellung in Oberhausen pr?sentieren im Laufe des Jahres auch
Schaupl?tze in Ratingen, Solingen, Bergisch Gladbach, Engelskirchen
und Euskirchen K?stliches und Pikantes unserer Esskultur. ServiceZeit
KostProbe hat sich in den Ausstellungsr?umen in Oberhausen umgesehen.
_Aufgetischt_ Die Ausstellung ?Aufgetischt - Ern?hrung im
Konsumzeitalter? ist seit dem 24. April 2004 ge?ffnet. Auf die
Besucher wartet ein wahrlich ?ppiges Angebot: Kreative Darbietungen zu
Themen wie Appetit und Di?t, Essen und Einkaufen,
Lebensmittelproduktion und Handel rund um den Erdball. Was hat sich
hier in den vergangenen 50 Jahren ver?ndert? Dr. Thomas Schleper
leitet das gesamte Ausstellungsprojekt: ?Das Originelle ist der
Zusammenhang, der hier dargestellt wird. Wir haben ja hier ein grosses
Panorama entworfen vom Essen, vom Kaufen, vom Produzieren der
Lebensmittel, und wir versuchen, das Ganze unter dem Motto '_ber den
Tellerrand blicken, mit der grossen weiten Welt zu verbinden.?
_Phantasievolle Installationen_ Die so genannte Piazza, ein
?berdimensionaler gedeckter Tisch inklusive riesiger Teller und
Bestecke, bildet das Herzst?ck der Ausstellung. Rund um den Tisch
wurde eine bunte Gesellschaft angeordnet. Vielleicht werden die
Konsumenten durch die riesenhaft vergr?sserten Nahrungsmittel zum
Nachdenken ?ber die Qualit?t mancher Produkte angeregt, das hofft
zumindest Dr. Thomas Schleper: ?Wir versuchen, alle M?glichkeiten des
Museums zu nutzen. Das heisst, R?ume zu bilden, Bilder darzustellen,
Grossbilder zu entwerfen, zu inszenieren und Elemente einzubauen, mit
denen der Besucher etwas anfangen kann. Er kann seine Geschmacksnerven
testen ...? ... oder an der Riechbar seinen Geruchssinn unter Beweis
stellen. Im ?Schlaraffenlandbaum? h?ngen Objekte unserer kulinarischen
Begierde und erinnern daran, wie unterschiedlich diese Begierde sein
kann.
_Was ist Sch?nheit?_ K?rperideale werden von der Gesellschaft selbst
aufgebaut. Das Aussehen ist in der industrialisierten und zunehmend
digitalisierten Welt immer wichtiger geworden. Bilder aus den
Massenmedien pr?gen die Anspr?che an Sch?nheit und Figur. Die
Ausstellung tr?gt diesem Trend Rechnung: Im ?Anrichtezimmer? stehen
sich zum Beispiel ein Tempel der Sch?nheiten und reale K?rperbilder
in verspiegelten Umkleidekabinen schroff gegen?ber.
_Konsumieren gestern und heute_ Die Ausstellungssektion ?Konsumieren?
gibt einen geschichtlichen _berblick ?ber die Entwicklung des
Konsumverhaltens der Deutschen von der Wirtschaftswunderzeit bis
heute.
Hier trifft man auf die Gem?tlichkeit der 50er Jahre, in der die Welt
noch scheinbar in Ordnung war und die Liebe (der Frauen) durch den
Magen (der M?nner) ging.
Inzwischen haben sich nicht nur Rollenbilder und Tischsitten
ver?ndert, auch das Preisbewusstsein ist anders geworden. Heute geben
die Deutschen im Durchschnitt nur noch 12 Prozent ihres
Haushaltseinkommens f?r Nahrungsmittel aus, so wenig wie nie zuvor.
Im Jahr 1950 waren es noch rund 50 Prozent. Fertiggerichte landen
immer
h?ufiger auf unseren Tellern. Unsere Grossm?tter standen noch rund
zweieinhalb Stunden pro Tag am Herd, heute l?sst sich eine komplette
Mahlzeit in wenigen Minuten zubereiten.
_Der Kunde ist K?nig?_ In einem weiteren Abschnitt bekommt der
Besucher einen Gesamt?berblick ?ber die Entwicklung des
Kaufverhaltens.
Labyrinthisch gibt sich der Supermarkt, der mit einem ?berbordenden
Warenangebot die _bersichtlichkeit der kleinen Einzelhandelsgesch?fte
abl?st. Im Tante-Emma-Laden bedienten freundliche Verk?uferinnen,
empfahlen ihre Ware, reichten die gew?nschten Produkte ?ber die Theke
und gaben noch gratis einen Tipp f?r die Zubereitung mit auf den Weg.
Heute suchen wir oft vergebens nach einer pers?nlichen Beratung im
Supermarkt.
_Industrie ersetzt Handwerk_ Im weiteren Verlauf der Ausstellung
verfolgt man die dramatischen Entwicklungen in der Landwirtschaft und
der Nahrungsherstellung in den vergangenen 50 Jahren. Vor dem
Hintergrund einer heilen Almh?ttenwelt offenbaren Landmaschinen,
D?ngemittel, Schlachtband und Quarant?neschleuse die
skandalanf?lligen Aspekte der industriellen Produktion beziehungsweise
Manipulation von Lebensmitteln. Gl?ckliche Schweine im Schlamm, die
Kuh, die von der Magd gemolken wird, oder die Ernte mit Pferd und
Wagen
gibt es nur noch als Bild. Bei der Ausstellung bietet sich dem
entfremdeten St?dter dennoch die Gelegenheit, sich spielerisch an die
nat?rliche Gewinnung eines Nahrungsmittels zu erinnern, zum Beispiel,
indem er an einem Kuhmodell das Melken ?bt.
_Alles hat seinen Preis_ In der Abteilung ?eine Welt? wird uns das
globale Netzwerk vor Augen gef?hrt, in dem wir heute gefangen sind.
Von Zusatzstoffen ?ber D?ngemittel bis zur Gentechnik werden hier die
problematischsten Seiten von Ern?hrung im Konsumzeitalter aufgezeigt -
und ihre Folgen vor allem f?r die Erzeugerl?nder. Dr. Thomas
Schleper: ?Wir k?nnen heute ?ber Essen nicht mehr reden, ohne auch
?ber Skandale zu sprechen, danach zu fragen, wie k?nnen wir Skandale
vermeiden? Welche Massnahmen werden ergriffen, was macht die
Industrie,
der Staat, was k?nnen die Verbraucher machen? Das sind Fragen, die wir
hier mit dieser Ausstellung auch beantworten wollen.? ?Hauptsache
billig?, denken viele, wenn es um Lebensmittel geht. Die Suche nach
Sonderangeboten ist zum Volkssport geworden. Doch f?r die
kosteng?nstige Massenproduktion unserer Lebensmittel m?ssen die
Menschen schliesslich doch noch einen hohen Preis zahlen - in der
Ausstellung wird diese Tatsache durch eine ?berdimensionale
Registrierkasse versinnbildlicht. Die reichen Industriel?nder
importieren billige Rohstoffe aus L?ndern, in denen Arbeitskr?fte
f?r Niedrigl?hne schuften. Eine auf m?glichst hohe Ertr?ge
ausgerichtete Landwirtschaft bedroht die Umwelt. In dem Bereich
?Globalisierung? der Oberhausener Ausstellung wird der Blick auf die
heimischen Sorgen und N?te kr?ftig relativiert. Ein riesiges Netz
symbolisiert die Welt, aus der wir nicht entkommen k?nnen und die sehr
unterschiedliche Lebenschancen bereith?lt. Grosse Bildtafeln zeigen
Zusammenh?nge auf zwischen wirtschaftlichem Fortschritt in den
Industriel?ndern und Umweltzerst?rung sowie Ausbeutung in der Dritten
Welt.
_Zu Gast in der Zukunft_ F?r viele Zeitgenossen soll alles am besten
schnell und rationell ?ber die B?hne gehen, im Arbeitsalltag wie im
privaten Leben. Auch an der Zubereitung und vor allem der Art und
Weise
der Nahrungsaufnahme ist der so genannte Fortschritt nicht
vorbeigegangen. In der Ausstellung erleben die Besucher die
Lebensmittelausgabe des Raumschiffes Enterprise. Sie soll einen
symbolischen Ausblick geben, wie sich unser Essverhalten ?ndern
k?nnte. Man wird dabei an die k?hnsten Phantasien aus
Science-Fiction-Filmen und -Romanen erinnert.
Ausserdem gibt es noch einen Agenda-Bereich, in dem verschiedene
Institutionen und Organisationen die M?glichkeit haben, sich
vorzustellen und ?ber ihre Arbeit zu informieren. Den Beginn macht im
Mai das Bundesministerium f?r Verbraucherschutz. Weitere Institutionen
sind beispielsweise Greenpeace, aid infodienst, TransFair, Foodwatch
und -rzte ohne Grenzen.
_Infos zu allen Schaupl?tzen_ * Landschaftsverband Rheinland
Kennedy-Ufer 2 50679 K?ln (Besucheradresse) 50663 K?ln
(Postanschrift) Tel. (02 21) 8 09-0 Fax (02 21) 8 09-22 00 Internet:
http://www.lvr.de E-Mail: post@lvr.de * kiR kulturinfoRheinland
Lise-Meitner-Str. 4 50259 Pulheim-Brauweiler Tel. (0 22 34) 99 21-200
Fax (0 22 34) 99 21-300 Internet: http://www.kulturinfo-rheinland.de
E-Mail: info@kulturinfo-rheinland.de * Informationen im Internet
unter:
http://www.Geschmackssachen.org
_Ausstellungen_ ?Aufgetischt - Ern?hrung im Konsumzeitalter? (ab 25.
April 2004): * Rheinisches Industriemuseum Schauplatz Oberhausen
Hansastr. 20 46409 Oberhausen (-ffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag
von 10.00 bis 17.00 Uhr, Montag Ruhetag.) ?K?chengeschichten - von
Rauchfang bis Hightech? (ab 18. Juli 2004): * Rheinisches
Industriemuseum Engelsplatz 2 51766 Engelskirchen ?H?lle um F?lle -
Lebensmittelhandel und Verpackungen? (ab 18.
Juli 2004):
* Rheinisches Industriemuseum Alte Dombach 51465 Bergisch Gladbach
?S?sse Last - von Macheten, Zuckerformen und Gummib?rchen? (ab 26.
September 2004):
* Rheinisches Industriemuseum Merscheider Str. 289-297 42699 Solingen
?Essens-Zeiten - Eifeler Tisch-Szenen? (ab 28. September 2004): *
Rheinisches Industriemuseum Carl-K?nen-Strasse 53881 Euskirchen
?Kleiderlust und K?rperfrust - die Suche nach der Traumfigur? (ab 10.
Oktober 2004): * Rheinisches Industriemuseum Cromforder Allee 24 40878
Ratingen O-Titel: Ausstellung ?Geschmackssachen? - Essen fr?her und
heute (Info)
http://www.wdr.de/tv/service/kostprobe/inhalt/20040426/b_6.phtml
:Stichworte: Info
:Stichworte: Information
:Erfasser/Name: rviceZeit - KostProbe,
:Datum : 12.12.2006
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Shoppingtipp:
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