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In der Kraeutermedizin des Mittelalters spielte die Esche eine grose
Rolle als entwaesserndes und leicht abfuehrendes Mittel. Gelegentlich
wurde Eschenrinde als fiebersenkendes Mittel eingesetzt. In der
nordischen Mythologie ist der Baum das Symbol der Fruchtbarkeit: Aus
einer Esche - dem Weltenbaum Yggdrasil - soll der erste Mensch
hervorgegangen sein.
Botanik Die Esche, ein Ölbaumgewaechs, kann eine Hoehe von 30-40 m
erreichen. Typische Kennzeichen sind die hellgraue, laengsrissige
Borke und die bueschelweise herabhaengenden Fruechte. Blaetter und Rinde
riechen kaum und schmecken beim Kauen leicht bitter und
zusammenziehend.
Vorkommen Der Baum ist fast in ganz Europa sowie in Kleinasien
verbreitet und waechst bevorzugt in feuchten Laubmischwaeldern,
Auwaeldern sowie an Bach- und Flusufern.
Pflanzenteile Zu Heilzwecken werden vor allem die Fiederblaetter,
seltener auch die Rinde verwendet.
Inhaltsstoffe Im wesentlichen sind Gerb- und Bitterstoffe,
Flavonoide, wie Rutin und Querzetin, enthalten. In geringen Mengen
findet man aetherisches oel, Harz sowie Mannitol, einen Zucker, der
Bestandteil des aus der Rinde austretenden Pflanzensaftes ist.
Heilanzeigen Die Esche wird nur in der Volksmedizin verwendet. Wegen
ihrer harntreibenden Wirkung setzt man die Blaetter sowohl aeuserlich
als auch innerlich bei Rheuma und Gicht ein. Sie eignen sich aber
auch zur Behandlung und Vorbeugung von Blasenleiden oder
Nierensteinen. In Form von Tees kommen die Blaetter zur Blutreinigung
in Frage und sollen auserdem leicht abfuehrend wirken. Bei der
Anwendung der Eschenrinde stehen die
zusammenziehenden und
tonisierenden Eigenschaften im Vordergrund. Zubereitungen aus der
Rinde gegen Fieber, als entzuendungshemmendes Mittel oder zur
allgemeinen Kraeftigung sind heute selten. Gebraeuchlich ist die Rinde
vor allem in der Homoeopathie, wo sie gegen Muskelrheuma und
Verstopfung eingesetzt wird.
Extra-Tip Die Fiederblaettchen werden gesammelt, wenn sie bereits
voll ausgebildet, aber noch mit einem klebrigen ueberzug bedeckt sind.
Von der Mittelrippe abstreifen und im Schatten an einem luftigen Ort
oder im Backofen nicht ueber 40°C trocknen.
Anwendungsarten
Teeaufgus 2 TL getrocknete Eschenblaetter in 1/4 l kaltem Wasser
ansetzen, langsam bis zum Sieden erhitzen, einige Minuten
stehenlassen, dann abseihen. Bei rheumatischen Erkrankungen und
leichter Verstopfung 2-3 mal taeglich 1 kleine Tasse Tee trinken. Als
ausschwemmende, blutreinigende Kur sollten Sie ueber 2-3 Wochen 2 mal
taeglich 1 Tasse Tee trinken.
Kompressen Bei Gelenkschmerzen und rheumatischen Beschwerden
empfiehlt sich ein konzentrierter Aufgus von 3-4 TL getrockneten
Eschenblaettern in 100 ml Wasser. Nach dem Aufkochen etwas ziehen
lassen, abseihen. Eine Kompresse darin traenken, die betroffenen
Partien mehrmals taeglich damit behandeln.
Homoeopathie Das Homoeopathikum wird aus der frischen Rinde gewonnen.
Es dient als Fiebermittel bei Gicht und rheumatischen Beschwerden.
:Stichworte : Heilpflanze
:Stichworte : Info
:Quelle : www
:Quelle : Erfasst *RK* 01.04.04 von
:Quelle : Michael Staib
:Fingerprint : 25430989,-2010091957,Kalorio
:Datum : 11.12.2006
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