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    Einkochen: marmelade, obst und gem?se f?r den vorrat (info)
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    _Haltbarmachen in fr?heren Zeiten_ Bis zur Erfindung der
    Konservendose, des K?hlschrankes oder der K?hltruhe war das Anlegen
    von Vorr?ten f?r den Winter eine ?berlebenswichtige Notwendigkeit.
    Salzen, P?keln und R?uchern von Fleisch, Gefl?gel und Fisch oder das
    D?rren, beziehungsweise Trocknen von Fr?chten waren neben dem
    Einlegen von Lebensmitteln in Essig oder auch -l mit die ?ltesten
    Konservierungsverfahren.

    Obst und Gem?se geh?rten schon immer zu den beliebtesten Vitamin- und
    N?hrstoffquellen. Doch leider ist frisches Obst und Gem?se nur recht
    kurz lagerf?hig. Zudem ist das Angebot an frischem Obst und Gem?se,
    besonders von einheimischen Sorten, zeitlich auf die Erntezeit im
    Sommer und Herbst begrenzt. Wer in fr?heren Zeiten auch im Winter oder
    Fr?hjahr Obst und Gem?se essen wollte, musste sich etwas einfallen
    lassen - oder darauf verzichten.

    -pfel, Birnen, Weintrauben, Kirschen und Pflaumen wurden bereits in
    der Antike gerne ged?rrt oder im Ofen getrocknet. Manche Fr?chte
    wurden auch konserviert, indem man sie mit einer Schicht Gips oder
    Lehm
    bestrich; oder durch das Einlegen in Honig.

    Aus dem Mittelalter ist bekannt, dass Fr?chte zur Haltbarmachung
    zusammen mit Honig sowie Gew?rzen zu einer z?hen, dicklichen Masse
    (Latwerge) eingekocht wurde, die als Konfekt oder zu Heilzwecken
    benutzt wurde.

    _Gelees, Konfit?ren, Marmeladen_ * Begriffsbestimmungen Marmelade:
    Als Marmelade d?rfen nur Erzeugnisse aus oder mit Anteilen von
    Zitrusfr?chten wie zum Beispiel Orangen, Pomelos, Grapefruits oder
    Mandarinen bezeichnet werden.

    Konfit?re:
    Konfit?re ?extra? muss laut Verordnung pro Kilogramm mindestens 450 g
    Fruchtmark einer oder mehrerer Obstsorten beinhalten, w?hrend f?r
    Konfit?re ?einfach? 350 Gramm ausreichen.

    Gelee:
    Gelee wird grunds?tzlich aus dem Saft einer oder mehrerer Fruchtsorten
    zubereitet. Den Saft gewinnt man entweder per Dampfentsafter,
    Schnellkochtopf oder per Kochen der Fr?chte und anschliessendem
    Filtern durch ein Tuch.

    * Die Rolle des Zuckers Zucker war zwar bereits seit dem 8.
    Jahrhundert n. Chr. zumindest in S?ditalien bekannt, er blieb jedoch
    noch lange ein teures Importgut, in erster Linie als Heilmittel und in
    zweiter Linie ein ziemlich kostspieliges Genussmittel. Um 1000 n. Chr.
    kam es zu der Entdeckung, dass Zucker eine keimt?tende und
    konservierende Wirkung besitzt, daher setzte man ihn auch gerne zur
    Konservierung von Fr?chten ein. Allerdings galt die Verwendung von
    Zucker bis weit in das 19. Jahrhundert hinein als Zeichen der
    Verschwendungssucht. Zu einer weit verbreiteten h?uslichen T?tigkeit
    wurde die Zubereitung von Konfit?ren und Gelees jedoch erst, als
    raffinierter Zucker allgemein verf?gbar und vor allem erschwinglich
    war (Bis dahin wurden die Fr?chte mit einem Gemisch aus rohem Zucker
    und Honig eingekocht.).

    Zucker unterst?tzt die Eigens?sse der Fr?chte und macht sie
    haltbarer. Ab einer bestimmten Zuckerkonzentration (mind. 60 %) t?tet
    Zucker die Mikroorganismen ab (den Mikroorganismen wird durch den
    Zucker das zum Leben notwendige Wasser genommen), die sonst die
    Fr?chte verderben lassen w?rden.

    Ausserdem bindet der Zucker den in den Gl?sern befindlichen
    Luftsauerstoff. Zucker verhindert den schnellen Abbau von Vitaminen
    und
    N?hrstoffen und erh?lt Farbe und Aroma der Fr?chte.

    * Was geschieht beim Marmeladekochen? Unter Zufuhr von Zucker werden
    die Fr?chte oder die Fruchts?fte so lange gekocht, bis sie gen?gend
    eingedickt sind (also bis gen?gend Wasser verdampft ist), und das Obst
    bzw. der Saft zu gelieren beginnt.

    F?r das Gelieren ist das in allen Pflanzen enthaltene Pektin
    verantwortlich. Damit dieses nat?rlich vorkommende Geliermittel ein
    Gel bilden kann, braucht es die Hilfe von Zucker und Zitronens?ure.
    Da alle Fr?chte einen nat?rlichen Gehalt an Zucker und Fruchts?ure
    aufweisen, kann im Grunde der eigene Zuckergehalt durch das Verdampfen
    der Fl?ssigkeit so weit angehoben werden, bis das nat?rlich
    enthaltene Pektin zu gelieren beginnt.

    Durch die Verwendung von z.B. Gelierzucker oder einer anderen
    Gelierhilfe kann dieser Prozess beschleunigt werden.

    Fruchtsorten mit viel Pektin: Apfel, Johannisbeere, Preiselbeere,
    Quitte, Stachelbeere (unreif) Fruchtsorten mit wenig Pektin:
    Erdbeere,
    Holunderbeere, Kirsche, Kiwi, Rhabarber, Weintraube Wichtige Tipps &
    Tricks zur Herstellung von leckeren Marmeladen, fruchtigen Konfit?ren
    oder erfrischenden Gelees: - Nur einwandfreies, ausgereiftes Obst
    verwenden. Unreifes Obst besitzt noch nicht den vollen Geschmack,
    ?berreifes meist zu wenig Pektin - Nicht zu grosse Mengen auf einmal
    zubereiten; durch die lange Einkochzeit verliert das Obst ansonsten an
    Aroma und Qualit?t - Gl?ser gr?ndlich sp?len, heiss aussp?len und
    umgedreht auf einem sauberen Tuch abtropfen lassen - Vor dem Abf?llen
    eine Gelierprobe durchf?hren. Bei pektinarmen Fr?chten kann trotz
    Gelierhilfe die Kochzeit l?nger werden als angegeben - Es gibt zwei
    M?glichkeiten zur Haltbarmachung der fertigen Marmelade: Einmachen
    oder Einkochen - Einmachen ist am einfachsten: Schraubdeckel-Gl?ser
    sind am praktischsten: Nach dem Bef?llen mit dem heissen Fruchtbrei
    die Gl?ser f?r einige Minuten auf den Kopf stellen. So werden die
    noch im Glas enthaltene Luft und der Deckel durch die Hitze
    sterilisiert - Das Verfahren des Einkochens wird weiter unten
    beschrieben! - K?hl und dunkel lagern _Einkochen von Obst und
    Gem?se_ * Geschichte des Einkochens Kaum zu glauben, dass die
    Methode des Einkochens in Gl?sern kaum ?lter als 100 Jahre ist! Otto
    von Guericke (1602-1686) erkannte als Erster die Stofflichkeit der
    Luft
    und ihre Ausdehnung bei W?rme.

    Der Franzose Denis Papin (1647-1712) machte Versuche rund um das
    Vakuum
    und konstruierte dabei den ersten Dampfkochtopf mit Sicherheitsventil
    aus Kupfer. Papin konservierte mit dessen Hilfe Gelees und
    Kochfleisch.
    An Stelle der heute verwendeten Einkochringe verwendete er
    Terpentinkitt.

    Fran?ois Nicolas Appert entdeckte um 1790 das Prinzip der
    Hitzekonservierung, und Louis Pasteur best?tigte diese Entdeckung auf
    wissenschaftlicher Basis.

    Doch noch waren es Einzelentdeckungen, und erst ihre Kombination durch
    Dr. Rudolf Rempel (1859-1893) bahnte den Weg f?r das Einkochen. Zu
    seinen ersten Kunden geh?rte Johann Weck, der sp?ter das Patent des
    Dr. Rempel erwarb und so den Grundstock legte f?r die weltbekannten
    Weck-Gl?ser. So wurde Einwecken zu einem Synonym f?r Einkochen.

    * Was braucht man zum idealen Einkochen? - Einkochgl?ser und passende
    Glasdeckel - dazu passende Einkochringe und Federklammern - einen
    Einkochtopf - ein Thermometer (denn es kommt beim Einkochen auf die
    gena? Einhaltung der in den Kochrezepten vorgegebenen Hitzegrade an)
    * Was passiert beim Einkochen? Beim Einkochen werden durch die
    Erhitzung alle Mikroorganismen abget?tet, die f?r das Verderben von
    Lebensmitteln verantwortlich sind. Durch die Erhitzung entsteht
    ausserdem ein _berdruck im Glas, welcher herausgelassen, aber keine
    Luft hereingelassen wird (Deckel und Gummiring, auf dem Glas
    festgehalten durch die Kraft der Federklammern, funktionieren dabei
    wie
    ein _berdruckventil, d.h.
    sie lassen Luft, Dampf und eventuell auch etwas Fl?ssigkeit aus dem
    Glasinnern entweichen, aber von aussen lassen sie keine Luft und kein
    Kochwasser in das Glas hinein. Dadurch entsteht beim Erkalten des
    Glases im Inneren ein Vakuum (Unterdruck), der den Deckel des Glases
    ?festh?lt?. Nach dem Einkochen werden auch die Verschlussklammern
    abgenommen.

    * Was kann alles eingekocht werden? - Beeren - Obst, Obst s?sssauer -
    Mus - Gem?se, Gem?se s?sssauer, Pilze - Marmelade, Konfit?re, Gelee
    - Fleisch, Wurst - Kuchen * So wird,s gemacht - Saftreiche
    Obstsorten
    direkt mit dem Einmachzucker schichtweise in die Gl?ser f?llen und im
    eigenen Saft einkochen - Saftarme (harte) Fr?chte werden mit einer
    Zuckerl?sung eingekocht - Sehr harte Fr?chte in der Zuckerl?sung
    vorkochen - Gem?se werden z.B. in (Salz-) Wasser oder Essigl?sung
    eingekocht * Verschiedene Einkochmethoden Im Prinzip kann man auch
    im
    Backofen, im Schnellkochtopf oder in der Mikrowelle einkochen,
    allerdings bringen diese Methoden auch gewisse Nachteile mit sich.

    So sollte man z.B. beim Einkochen im Backofen bedenken, - dass der
    Energieverbrauch wesentlich h?her ist - dass man Temperatur und Zeit
    nicht sorgf?ltig genug beachten kann - dass der Gummiring br?chig
    wird oder sogar anf?ngt zu schmelzen.
    - Man sollte nur Gl?ser gleicher H?he verwenden. Die Gl?ser d?rfen
    sich nicht ber?hren und nicht zu nahe an der Backofendecke stehen.

    http://www.wdr.de/radio/wdr2/westzeit/kochen040910.pdf

    :Stichworte: Einmachen
    :Stichworte: Info
    :Stichworte: Information
    :Erfasser/Name: Erfasst von Christina Phil
    :Datum : 12.12.2006

    Zutaten:
    1 Info
    Ü -
    - Gepostet von: Christina
    - Philipp
    - Westzeit,
    - WDR2 10.09.2004;
    - Info von Frank Buchholz
    - _berarbeitet f?r Kalorio
    - Erfasst von Erfasst von Ch


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